Homeoffice

Wie viel davon geht von zu Hause?

Texten, Konzeptarbeit, Kampagnensteuerung, Datenauswertung und die Pflege von Websites und Social-Media-Kanälen lassen sich gut von zu Hause erledigen, sofern Zugang zu den Systemen und Freigabewegen besteht. Anwesenheit verlangen Messen, Events, Fotoshootings, Pressetermine, Workshops mit Kunden oder Fachabteilungen und in manchen Häusern die Abstimmung im Team. In Unternehmen und Agenturen ist Homeoffice an zwei bis drei Tagen pro Woche in vielen Stellen üblich; Stellen, die ganz von zu Hause ausgeübt werden, gibt es vor allem im Online-Marketing, bei Content-Agenturen und in der freiberuflichen Arbeit, sie sind aber nicht die Regel. Im Mittelstand und in Bereichen mit viel Veranstaltungs- oder Pressearbeit ist die Präsenzerwartung oft höher. Wer von zu Hause arbeitet, braucht eine stabile Internetverbindung, einen ruhigen Platz für Videokonferenzen und muss mit vertraulichen Informationen wie unveröffentlichten Produkten oder Kundendaten sorgfältig umgehen. Kurze Reaktionszeiten werden auch im Homeoffice erwartet, besonders vor Veröffentlichungen und in der Krisenkommunikation.

Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.

Gehalt

Was man als Marketing & Kommunikation verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.400 € 4.000 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.400 € 5.400 € 52.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.200 € 8.500 € 74.400 €

Einen übergreifenden Tarifvertrag gibt es nicht; im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, in Industrieunternehmen teils der jeweilige Branchentarif wie der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie. Am stärksten hängt das Gehalt von Branche und Betriebsgröße ab: Agenturen und kleine Dienstleister zahlen deutlich weniger als große Industrie-, Pharma- oder IT-Unternehmen, und Spezialwissen im Performance-Marketing oder in der Datenanalyse wird besser vergütet als reine Textarbeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.

Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man in Marketing und Kommunikation?

Der Beruf umfasst ein breites Feld: Produktmarketing, Online-Marketing, Pressearbeit, interne Kommunikation, Content-Erstellung und Social Media. Im Alltag entstehen Texte für Websites, Newsletter und Broschüren, Beiträge für soziale Netzwerke, Pressemitteilungen und Präsentationen. Dazu kommen Planung und Steuerung von Kampagnen, die Abstimmung mit Agenturen, Grafikern und Druckereien sowie die Pflege von Inhalten im Content-Management-System. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Auswertung: Klickzahlen, Reichweiten, Kosten pro Kontakt und Umfrageergebnisse werden gesammelt und in Berichte übersetzt. In kleinen Betrieben liegt vieles in einer Hand, vom Messestand bis zum Instagram-Post. In größeren Unternehmen sind die Aufgaben stärker aufgeteilt, etwa in Suchmaschinenoptimierung, Performance-Marketing oder Unternehmenskommunikation.

Wie wird man Fachkraft für Marketing und Kommunikation?

Einen einheitlichen Weg gibt es nicht. Viele kommen über ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, der Kommunikations- oder Medienwissenschaft oder der Germanistik. Daneben gibt es Ausbildungsberufe wie Kaufmann oder Kauffrau für Marketingkommunikation und Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement mit entsprechendem Einsatz. In der Pressearbeit ist ein Volontariat verbreitet, oft nach einem Studium. Quereinstieg ist häufiger als in anderen kaufmännischen Feldern, etwa aus Journalismus, Vertrieb, Grafikdesign oder Einzelhandel. Weiterbildungen der IHK, etwa zum Fachwirt für Marketing, oder Zertifikate für Online-Marketing und Werbeplattformen helfen beim Einstieg, ersetzen aber keine Arbeitsproben.

Was der Beruf verlangt

Gefordert sind sicheres Deutsch, gutes Englisch, Gespür für Zielgruppen und der Umgang mit Zahlen. Wer Kampagnen verantwortet, muss Budgets einhalten und Ergebnisse belegen. Termindruck gehört dazu: Produktstarts, Messen, Pressetermine und Veröffentlichungspläne geben Fristen vor, die selten verschoben werden. In der Pressearbeit und beim Krisenmanagement kann Erreichbarkeit am Abend oder am Wochenende verlangt werden, im Social-Media-Bereich ebenso. Viele Aufgaben werden ständig von anderen bewertet, auch von Fachfremden, und Entwürfe gehen oft mehrfach durch Abstimmungsschleifen. Die Werkzeuge ändern sich schnell, Plattformen passen ihre Regeln an, und ohne laufende Weiterbildung veraltet Wissen rasch. In Agenturen sind lange Arbeitstage und ein hoher Personalwechsel verbreitet.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, aber umkämpft, weil viele Bewerberinnen und Bewerber in das Feld drängen. Gesucht sind vor allem Kenntnisse in Online-Marketing, Datenanalyse, Suchmaschinenoptimierung und Marketing-Automatisierung. Klassische Textarbeit gerät durch KI-Werkzeuge unter Druck; gefragt bleiben Menschen, die Inhalte prüfen, einordnen und strategisch einsetzen können. Entwicklungswege führen zur Teamleitung, zur Leitung von Marketing oder Unternehmenskommunikation, in die Beratung oder in eine Spezialisierung. Freiberufliche Arbeit als Texter, Social-Media-Betreuer oder Berater ist verbreitet, bringt aber schwankende Einnahmen und Akquiseaufwand mit sich.

Aufgaben

  • Texte für Website, Newsletter, Broschüren und soziale Medien schreiben und redigieren
  • Kampagnen planen, Budgets verwalten und Werbeanzeigen schalten
  • Pressemitteilungen verfassen und Anfragen von Journalisten beantworten
  • Kennzahlen wie Reichweite, Klicks und Konversionen auswerten und berichten
  • Agenturen, Grafiker und Dienstleister beauftragen und Entwürfe abstimmen
  • Inhalte im Content-Management-System pflegen
  • Messen, Events und Veranstaltungen vorbereiten und begleiten

Voraussetzungen

  • Studium in Marketing, Kommunikation oder Medien oder eine kaufmännische Ausbildung, alternativ einschlägige Berufserfahrung
  • Sehr sicheres Deutsch in Wort und Schrift, gutes Englisch
  • Umgang mit Werkzeugen wie Content-Management-Systemen, Analyse-Tools und Werbeplattformen
  • Verständnis für Zahlen und Auswertungen
  • Arbeitsproben oder ein Portfolio, besonders beim Quereinstieg
  • Belastbarkeit bei Fristen und Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung

Wo man arbeitet

  • Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen
  • Werbe-, Digital- und PR-Agenturen
  • Verbände, Stiftungen und Vereine
  • Behörden und öffentliche Einrichtungen
  • Verlage und Medienhäuser
  • Freiberuflich für mehrere Auftraggeber

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft mit Marketingschwerpunkt, Kommunikations- oder Medienwissenschaft von etwa drei bis dreieinhalb Jahren. Alternativ führt eine dreijährige duale Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Marketingkommunikation, in den Beruf; in der Pressearbeit folgt oft ein ein- bis zweijähriges Volontariat.

Homeoffice-Stellen als Marketing & Kommunikation

In der Jobsuche weitersuchen

Verwandte Berufe

Job-Alarm · kostenlos

Neue Sonstige Dienstleistungen-Jobs per E-Mail

Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.