(Senior) Manager (m|w|d) Transfer Pricing
(Senior) Manager (m|w|d) Transfer Pricing in Augsburg, Ulm oder Nürnberg Mit über 500 Mitarbeitenden agieren wir seit 19...
Manager Transfer Pricing planen, dokumentieren und verteidigen die Verrechnungspreise, zu denen Konzerngesellschaften untereinander Waren, Dienstleistungen, Finanzierungen und Rechte abrechnen. Sie arbeiten meist in Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder in den Steuerabteilungen internationaler Konzerne und führen dort Projekte und Teams.
Ein großer Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Dokumentationen schreiben, Benchmarking-Ergebnisse prüfen, Modelle rechnen und Abstimmungen mit ausländischen Kollegen per Videokonferenz führen. Anwesenheit verlangen vor allem Workshops und Interviews für Funktionsanalysen beim Mandanten, Besprechungen mit Betriebsprüfern sowie die Einarbeitung und Führung jüngerer Teammitglieder. In Beratungs- und Prüfungsgesellschaften wie in Konzernen ist hybrides Arbeiten an etwa zwei bis drei Tagen pro Woche verbreitet, wobei viele Arbeitgeber feste Bürotage oder eine Mindestpräsenz vorgeben; Stellen, die ganz von zu Hause ausgeübt werden, sind die Ausnahme. Wegen vertraulicher Konzern- und Steuerdaten gelten strenge Vorgaben zu Datenschutz, gesicherter Verbindung und Verschwiegenheit, ausgedruckte Unterlagen sind zu Hause oft nicht erlaubt. In Fristphasen wird hohe Erreichbarkeit erwartet, auch über Zeitzonen hinweg.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 5.800 € | 6.600 € | 7.600 € | 79.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.800 € | 8.000 € | 9.500 € | 96.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.500 € | 10.500 € | 13.500 € | 126.000 € |
Es gibt keinen Tarifvertrag, die Gehälter werden frei verhandelt und hängen stark von der Größe des Arbeitgebers ab: Große Prüfungsgesellschaften und internationale Konzerne zahlen deutlich mehr als kleinere Kanzleien, hinzu kommen je nach Haus variable Boni. Das Steuerberaterexamen und die Region, vor allem Großstädte wie Frankfurt, München oder Düsseldorf, heben das Gehalt spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Verrechnungspreise legen fest, zu welchen Bedingungen verbundene Unternehmen eines Konzerns miteinander Geschäfte machen. Finanzbehörden verlangen, dass diese Preise dem Fremdvergleichsgrundsatz entsprechen, also so ausfallen, wie sie zwischen unabhängigen Unternehmen vereinbart würden. Manager Transfer Pricing sorgen dafür, dass das nachvollziehbar belegt ist. Sie erstellen oder prüfen Master Files und Local Files, führen Funktions- und Risikoanalysen durch, indem sie mit Fachbereichen klären, wer im Konzern welche Aufgaben und Risiken trägt, und lassen Benchmarking-Studien mit Unternehmensdatenbanken anfertigen. Sie entwickeln Verrechnungspreismodelle für neue Lieferketten, Lizenzen oder konzerninterne Darlehen und rechnen deren Auswirkung auf die Steuerlast in den einzelnen Ländern durch. Ein großer Teil der Arbeit besteht in der Begleitung von Betriebsprüfungen: Prüferfragen beantworten, Positionen verteidigen, Verständigungs- und Vorabverständigungsverfahren vorbereiten. In der Beratung kommen die Steuerung von Projekten, die Führung von Consultants, Budgetkontrolle, Abrechnung und die Mitarbeit an Angeboten hinzu. In Konzernen koordinieren Manager die Dokumentation über viele Länder hinweg und stimmen sich mit Controlling, Rechnungswesen und ausländischen Beratern ab.
Der übliche Weg führt über ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, der Rechtswissenschaft oder der Volkswirtschaftslehre, oft mit Schwerpunkt Steuern oder internationales Steuerrecht. Danach folgt der Einstieg als Consultant in einer Beratungsgesellschaft oder als Referent in einer Konzernsteuerabteilung. Die Position des Managers erreicht man in der Regel nach vier bis sieben Jahren Berufserfahrung. Das Steuerberaterexamen ist keine Pflicht, wird aber häufig erwartet oder gefördert; ökonomische oder finanzmathematische Kenntnisse sind bei Bewertungs- und Finanzierungsthemen gefragt. Quereinsteiger kommen gelegentlich aus dem Konzerncontrolling oder aus der allgemeinen Steuerberatung, brauchen aber Einarbeitung in die OECD-Leitlinien und die Dokumentationspflichten.
Die Arbeit ist von Fristen geprägt: Dokumentationen müssen auf Anforderung der Finanzverwaltung innerhalb kurzer Zeit vorliegen, Jahresabschlüsse und Prüfungen erzeugen saisonale Spitzen. In der Beratung kommen Zielvorgaben für abrechenbare Stunden hinzu, Überstunden sind in vielen Gesellschaften üblich. Verlangt wird die Fähigkeit, große Mengen an Finanzdaten, Verträgen und Rechtsvorschriften mehrerer Länder zusammenzubringen und das Ergebnis in klarer Sprache gegenüber Prüfern und Mandanten zu vertreten. Englisch ist Arbeitssprache. Die Rechtslage ändert sich laufend, etwa durch die globale Mindeststeuer, was ständige Weiterbildung erfordert. Reisen zu Mandanten und ausländischen Gesellschaften kommen vor, in Konzernen oft seltener als in der Beratung.
Die Nachfrage ist hoch und stabil, weil die Dokumentationsanforderungen und die Zahl der Betriebsprüfungen mit Verrechnungspreisbezug seit Jahren zunehmen. Erfahrene Fachleute sind knapp, Wechsel zwischen Beratung und Industrie sind häufig. Entwicklungswege führen in der Beratung über Senior Manager zu Director und Partner, in Konzernen zur Leitung des Bereichs Transfer Pricing oder zur Leitung der Steuerabteilung. Spezialisierungen auf Finanztransaktionen, immaterielle Werte, Betriebsprüfungen oder datengestützte Dokumentationslösungen bieten zusätzliche Möglichkeiten.
Üblich ist ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Studium mit Bachelor- oder Masterabschluss, gefolgt von vier bis sieben Jahren Berufserfahrung in der Steuerberatung oder einer Konzernsteuerabteilung. Viele Manager legen begleitend das Steuerberaterexamen ab, das nach mehreren Jahren Praxis zugänglich ist.
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Steuerberater beraten Unternehmen und Privatpersonen in steuerlichen Fragen, erstellen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse und vertreten Mandanten gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten. Der Beruf setzt eine staatliche Prüfung und die Bestellung durch die Steuerberaterkammer voraus.
Tax Manager verantworten in Steuerberatungsgesellschaften oder in der Steuerabteilung von Unternehmen die steuerlichen Pflichten und Gestaltungsfragen von Unternehmen. Sie bereiten Steuererklärungen vor oder prüfen sie, begleiten Betriebsprüfungen und beraten zu Umsatzsteuer, Ertragsteuern und internationalen Sachverhalten.
Wirtschaftsprüfer prüfen Jahres- und Konzernabschlüsse von Unternehmen und bestätigen mit ihrem Testat, ob diese den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Daneben beraten sie in Fragen der Rechnungslegung, zu Steuern und bei Unternehmenstransaktionen.
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