Kaufmännischer Mitarbeiter im Kundenservice - Bereich Vertragswesen (m/w/d)
Die MMM ist weltweit als einer der führenden Systemanbieter seit 1954 im Dienst der Gesundheit tätig. Wir bieten ein kom...
Kaufmännische Mitarbeiter im Kundenservice beantworten Anfragen von Kunden per Telefon, E-Mail und Chat, bearbeiten Bestellungen, Reklamationen und Vertragsänderungen und pflegen die Kundendaten im System. Sie arbeiten bei Händlern, Versorgern, Versicherungen, Herstellern und Dienstleistern.
Die Bearbeitung von Anrufen, E-Mails und Chats sowie die Pflege von Kundendaten lässt sich technisch gut von zu Hause erledigen, sofern der Arbeitgeber eine Telefonanlage und die Systeme über eine sichere Verbindung bereitstellt. Anwesenheit verlangen dagegen Tätigkeiten am Empfang, im Kundencenter oder an der Ladentheke, die Bearbeitung von Retouren und Warenmustern sowie in vielen Betrieben die Einarbeitung, die häufig mehrere Wochen vor Ort stattfindet. Homeoffice ist im Kundenservice in Teilen üblich: Große Servicecenter, Versicherungen, Versorger und Onlinehändler bieten es häufig an, oft an zwei bis drei Tagen pro Woche, manche auch überwiegend oder ganz von zu Hause; in kleineren Handels- und Industriebetrieben ist es eher die Ausnahme oder auf einzelne Tage beschränkt. Wer von zu Hause arbeitet, braucht in der Regel einen ruhigen, abschließbaren Arbeitsplatz ohne Hintergrundgeräusche und eine stabile, oft kabelgebundene Internetverbindung, weil Kundendaten vertraulich zu behandeln sind und Gesprächsqualität zählt. Die festen Schichtzeiten und die Messung der Erreichbarkeit gelten auch im Homeoffice, sodass die Arbeit zu Hause zeitlich kaum flexibler ist als im Büro, wohl aber den Arbeitsweg spart.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.650 € | 3.000 € | 31.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.500 € | 44.400 € |
Das Gehalt hängt vor allem von der Branche ab: Bei Versicherungen, Banken und Energieversorgern mit Tarifbindung, etwa nach dem Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe oder den Tarifverträgen des Groß- und Außenhandels, liegt es deutlich höher als bei nicht tarifgebundenen Callcenter-Dienstleistern, die oft am unteren Rand zahlen. Homeoffice wird häufig gerade in großen Servicecentern angeboten, in denen die Bezahlung eher im unteren bis mittleren Bereich liegt; Schicht- und Samstagszuschläge sowie Prämien für Erreichbarkeits- oder Verkaufsziele sind in den Werten nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Der Kern der Arbeit ist die Bearbeitung von Kundenanliegen. Kunden rufen an, schreiben E-Mails oder nutzen den Chat, weil eine Lieferung fehlt, eine Rechnung nicht stimmt, ein Vertrag gekündigt oder ein Tarif gewechselt werden soll. Kaufmännische Mitarbeiter prüfen den Vorgang im Warenwirtschafts- oder CRM-System, erfassen Bestellungen, stornieren Aufträge, veranlassen Gutschriften und Ersatzlieferungen, ändern Adressen und Bankverbindungen und dokumentieren jeden Kontakt. Zur Arbeit gehören auch Rückfragen bei Lager, Buchhaltung oder Außendienst, das Nachverfolgen offener Fälle und das Schreiben von Angeboten oder Auftragsbestätigungen. Je nach Betrieb liegt der Schwerpunkt auf dem Telefon in einer Hotline oder auf der schriftlichen Bearbeitung im Backoffice. In kleineren Firmen verschwimmt die Grenze zur Auftragsabwicklung und zum Vertriebsinnendienst.
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit genau dieser Bezeichnung gibt es nicht. Verlangt wird meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann für Dialogmarketing. Diese Ausbildungen dauern in der Regel drei Jahre, verkürzt oft zweieinhalb. Der Quereinstieg ist in diesem Beruf verbreitet: Viele Arbeitgeber stellen auch Menschen aus dem Einzelhandel, der Gastronomie oder anderen kundennahen Berufen ein und arbeiten sie in Produkte und Systeme ein. Für Stellen bei Versicherungen, Banken oder Energieversorgern sind Branchenkenntnisse oder eine entsprechende Ausbildung ein Vorteil. Weiterbildungen etwa zum Fachwirt oder Kurse in Reklamations- und Beschwerdemanagement öffnen den Weg zu verantwortungsvolleren Aufgaben.
Die Arbeit ist geprägt von Wiederholung und Taktung. In vielen Kundenservice-Abteilungen werden Gesprächszeiten, Erreichbarkeit und Bearbeitungsquoten gemessen, und auf ein Gespräch folgt oft unmittelbar das nächste. Unzufriedene oder verärgerte Kunden gehören zum Alltag, und es verlangt Geduld, freundlich zu bleiben, wenn der Fehler nicht beim eigenen Unternehmen liegt oder keine schnelle Lösung möglich ist. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Servicezeiten: Frühdienste, Spätdienste bis in den Abend und je nach Branche Samstagsschichten sind üblich. Wer im Kundenservice arbeitet, sitzt den größten Teil des Tages am Bildschirm mit Headset. Sorgfalt im Umgang mit mehreren Systemen gleichzeitig, sicheres schriftliches Deutsch und Belastbarkeit in Stoßzeiten, etwa nach Preiserhöhungen oder vor Weihnachten, werden vorausgesetzt. In Callcentern ist die Fluktuation vergleichsweise hoch.
Die Nachfrage nach Mitarbeitern im Kundenservice ist stabil, offene Stellen gibt es fast immer, auch in Teilzeit. Gleichzeitig verändert sich der Beruf: Einfache Standardanfragen übernehmen zunehmend Chatbots, Self-Service-Portale und automatisierte Abläufe. Gefragt bleiben Mitarbeiter, die komplexere Fälle lösen, Beschwerden klären und mehrere Kanäle bedienen. Entwicklungswege führen zur Teamleitung, ins Qualitätsmanagement, in die Schulung neuer Kollegen, in den Vertriebsinnendienst oder in das Key-Account-Management. Mit einer Weiterbildung zum Fachwirt sind auch Positionen in der Leitung einer Serviceabteilung erreichbar.
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf, etwa als Kaufmann für Büromanagement oder Kaufmann für Dialogmarketing, die mit der Prüfung vor der IHK abschließt. Quereinsteiger mit Erfahrung im Kundenkontakt werden häufig eingestellt und im Betrieb über mehrere Wochen eingearbeitet.
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Kaufmännischer Mitarbeiter im Kundenservice (m/w/d) Arbeitgeber: Arnulf Betzold GmbH Berufsfeld: Bürokaufmann/-frau Besc...
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