Kalkulator:in (m/w/d ) - auch gerne brancheninterner Quereinstieg (aus Bauleitung oder Abrechnung)
Bei STRABAG bauen rund 89.000 Menschen an mehr als 2.400 Standorten weltweit am Fortschritt. Einzigartigkeit und individ...
Kalkulatoren ermitteln im Bauwesen, was ein Bauvorhaben kostet und zu welchem Preis ein Unternehmen ein Angebot abgeben kann. Sie werten Leistungsverzeichnisse und Pläne aus, holen Preise ein und begleiten die Kosten bis zur Nachkalkulation.
Die Kernarbeit – Leistungsverzeichnisse auswerten, Mengen aus digitalen Plänen ermitteln, in der Kalkulationssoftware rechnen und Preisanfragen per E-Mail versenden – lässt sich grundsätzlich von zu Hause erledigen, sofern die Software über VPN oder einen Terminalserver erreichbar ist. Anwesenheit verlangen Ortsbesichtigungen vor der Angebotsabgabe, Abstimmungen mit Bauleitung und Geschäftsführung über Preise und Risiken, Bietergespräche sowie in manchen Betrieben die Arbeit mit Papierplänen und Mustern. In vielen Bauunternehmen ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche möglich, häufig erst nach der Einarbeitung; überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten eher Kalkulatoren bei spezialisierten Kalkulationsdienstleistern oder freiberuflich Tätige, in klassischen mittelständischen Baubetrieben ist das die Ausnahme. Wer zu Hause arbeitet, braucht in der Regel zwei große Bildschirme und eine stabile Verbindung, und Angebotspreise sind streng vertraulich, weil sie im Wettbewerb und kartellrechtlich sensibel sind. Vor Abgabeterminen ist kurzfristige Erreichbarkeit für Rückfragen üblich, und die Abstimmung im Team läuft dann oft enger als an gewöhnlichen Tagen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.700 € | 7.000 € | 68.400 € |
In tarifgebundenen Betrieben des Bauhauptgewerbes richtet sich das Gehalt nach dem Tarifvertrag für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes, im Elektro- und SHK-Handwerk nach den jeweiligen Handwerkstarifen, viele Betriebe zahlen jedoch frei verhandelt. Am stärksten wirken Betriebsgröße, Sparte und Projektvolumen: In der Bauindustrie und im Ingenieurbau liegen die Gehälter meist deutlich über denen kleiner Ausbaubetriebe, und ein Ingenieursabschluss sowie Erfahrung mit großen Ausschreibungen heben das Niveau.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Kalkulatoren im Bau rechnen Bauleistungen durch, bevor sie ausgeführt werden. Am Anfang steht meist eine Ausschreibung: Das Leistungsverzeichnis wird Position für Position gelesen, Mengen werden anhand der Pläne geprüft und Unklarheiten als Bieterfragen formuliert. Für jede Position setzen Kalkulatoren Lohnstunden, Material, Geräte und Nachunternehmerleistungen an, fragen Angebote von Lieferanten und Subunternehmern an und vergleichen sie. Daraus entsteht die Angebotskalkulation mit Zuschlägen für Baustellengemeinkosten, allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn. Bei öffentlichen Aufträgen gehören die Formblätter zur Preisermittlung und die Urkalkulation dazu. Erhält das Unternehmen den Zuschlag, folgen Arbeitskalkulation, Nachtragsangebote bei geänderten Leistungen und am Ende die Nachkalkulation, die zeigt, ob die Ansätze gestimmt haben. Gearbeitet wird fast ausschließlich mit Kalkulations- und AVA-Software und im Austausch mit Bauleitung, Einkauf und Geschäftsführung.
Eine eigene Ausbildung zum Kalkulator gibt es nicht. Üblich ist eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Bautechniker, ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen oder ein Meisterabschluss in einem Bauhandwerk. Viele kommen aus der Praxis: Bauzeichner, Poliere oder Facharbeiter mit langer Baustellenerfahrung wechseln in die Kalkulation, oft begleitet von Lehrgängen der Bauverbände oder Kammern. Baustellenerfahrung gilt als großer Vorteil, weil sich Aufwandswerte und Bauabläufe nur realistisch ansetzen lassen, wenn man sie kennt. Der Einstieg erfolgt häufig über eine Assistenz in der Kalkulationsabteilung oder über kleinere Gewerke.
Die Arbeit ist von festen Abgabeterminen bestimmt. Angebote müssen zum Submissionstermin vollständig vorliegen, und vor diesen Terminen fallen Überstunden an, besonders wenn mehrere Ausschreibungen gleichzeitig laufen oder Nachunternehmerpreise spät eintreffen. Fehler wirken direkt auf das Ergebnis: Ein zu niedriger Ansatz kann ein Projekt verlustreich machen, ein zu hoher kostet den Auftrag. Gefordert sind Genauigkeit über lange Bildschirmphasen, ein gutes Verständnis für technische Zeichnungen, Kenntnisse der VOB und des Vertragsrechts sowie die Fähigkeit, unter Zeitdruck Entscheidungen über Risiken zu treffen. Ein Großteil der Ausschreibungen wird am Ende nicht gewonnen, was zum Berufsalltag gehört. Hinzu kommen Abstimmungen mit Bauleitung und Geschäftsführung, bei denen Preise verteidigt oder angepasst werden müssen.
Kalkulatoren werden im Bauhauptgewerbe, im Ausbau, im Tief- und Straßenbau sowie in der Haustechnik gesucht, und erfahrene Fachkräfte sind seit Jahren knapp. Die Nachfrage schwankt mit der Baukonjunktur, im Wohnungsbau stärker als im Infrastrukturbereich. Die Digitalisierung mit Building Information Modeling verändert die Mengenermittlung und verlangt zusätzliche Softwarekenntnisse. Entwicklungswege führen zur Leitung einer Kalkulationsabteilung, in die Projektleitung, ins Nachtragsmanagement, in den technischen Einkauf oder in die Selbstständigkeit als externer Kalkulationsdienstleister.
Üblich ist eine zweijährige Vollzeit- oder vierjährige Teilzeitweiterbildung zum staatlich geprüften Bautechniker nach einer Berufsausbildung am Bau oder ein Bachelorstudium Bauingenieurwesen mit sechs bis sieben Semestern. Daneben führen Meisterabschluss oder mehrjährige Baustellenerfahrung mit Kalkulationslehrgängen der Bauverbände oder Kammern in den Beruf.
Bei STRABAG bauen rund 89.000 Menschen an mehr als 2.400 Standorten weltweit am Fortschritt. Einzigartigkeit und individ...
GOTTFRIED PUHLMANN ist als traditionsreiches Familienunternehmen ein namhafter Anbieter von Energieinfrastruktur mit Sch...
IDEEN BEGEISTERNAußergewöhnliche Ideen ergeben hervorragende Ergebnisse.Mit dieser Leitlinie haben wir uns national und...
Als einer der größten Spezialisten für Dach und Solar im süddeutschen Raum bieten wir Leistungen und Lösungen eines aner...
Greenovis Berlin ist ein etabliertes Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau, das aus dem Zusammenschluss der traditio...
GOTTFRIED PUHLMANN ist als traditionsreiches Familienunternehmen ein namhafter Anbieter von Energieinfrastruktur mit Sch...
Bauingenieure planen, berechnen und überwachen Bauwerke wie Gebäude, Brücken, Straßen und Leitungsnetze. Sie arbeiten in Ingenieurbüros, Baufirmen und Behörden, je nach Stelle eher am Schreibtisch oder auf der Baustelle.
Bauleiter planen, steuern und überwachen die Ausführung von Bauvorhaben vor Ort. Sie sind für Termine, Kosten, Qualität und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verantwortlich und koordinieren Firmen, Planer und Bauherren.
Bautechniker planen, kalkulieren und überwachen Bauvorhaben im Hoch- und Tiefbau. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Planungsbüro und Baustelle und sind häufig als Bauleiter, Kalkulatoren oder technische Zeichner mit erweiterter Verantwortung tätig.
Technische Einkäufer beschaffen Bauteile, Materialien und Dienstleistungen für Industrieunternehmen. Sie verbinden technisches Verständnis für Zeichnungen und Spezifikationen mit Preisverhandlung, Lieferantenauswahl und Vertragsgestaltung.
Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.