(Senior) Ingenieur*in Gebäudeautomation - BMS, BACS (m/w/d)
Arups Zielsetzung, unsere gemeinsamen Werte und unser gemeinschaftlicher Ansatz zeichnen uns seit über 80 Jahren aus und...
Ingenieure für Gebäudeautomation planen, programmieren und betreuen die Steuerungs- und Regelungstechnik von Heizung, Lüftung, Kälte, Licht und Energieversorgung in Gebäuden und Liegenschaften. Sie verbinden Anlagentechnik, Leittechnik und Energiemanagement.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Konzepte und Funktionsbeschreibungen schreiben, Datenpunktlisten und Schemata erstellen, Automationsstationen offline programmieren, Ausschreibungen vorbereiten und über Fernzugriff auf die Gebäudeleittechnik Anlagen überwachen und Verbrauchsdaten auswerten. Inbetriebnahmen, Baustellenbegehungen, Abnahmen, Funktionsprüfungen und die Behebung von Störungen an der Anlage verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort. In Planungsbüros und im Energiemanagement von Versorgern ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche in vielen Stellen üblich, bei Systemintegratoren mit hohem Inbetriebnahmeanteil eher die Ausnahme. Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, sind selten und betreffen meist reine Planungs-, Programmier- oder Monitoringaufgaben, oft erst nach der Einarbeitung. Wer von zu Hause arbeitet, braucht in der Regel einen gesicherten VPN-Zugang zu Kundenanlagen, leistungsfähige Hardware für Planungs- und Engineeringsoftware und muss die Vorgaben zur IT-Sicherheit kritischer Infrastruktur einhalten. Präsenztage im Büro und kurzfristige Einsätze auf Baustellen gehören auch bei Stellen mit Homeoffice-Anteil meist dazu.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.400 € | 5.000 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.700 € | 5.400 € | 6.300 € | 64.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.900 € | 6.700 € | 8.000 € | 80.400 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Arbeitgeber und Tarifbindung ab: Bei Stadtwerken und Versorgern gilt oft der TV-V, im öffentlichen Dienst der TVöD oder TV-L (meist Entgeltgruppe 11 bis 12), bei großen Herstellern häufig der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie, während Planungsbüros meist frei verhandeln und teils darunter liegen. Projektleitung, Spezialisierung auf Leittechnik oder IT-Sicherheit und Ballungsräume heben das Gehalt, Montage- und Bereitschaftszulagen kommen in Inbetriebnahmestellen hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ingenieure für Gebäudeautomation sorgen dafür, dass die technischen Anlagen eines Gebäudes zusammenarbeiten und sparsam laufen. Sie erstellen Automationskonzepte und Funktionsbeschreibungen, legen Regelstrategien für Heizung, Lüftung und Kälte fest, erstellen Datenpunktlisten und planen Schaltschränke sowie die Netzwerkstruktur mit Protokollen wie BACnet, KNX oder Modbus. In Planungsbüros arbeiten sie entlang der Leistungsphasen der HOAI, schreiben Leistungsverzeichnisse aus und prüfen Angebote. Bei Systemintegratoren und Herstellern programmieren sie Automationsstationen, binden Anlagen an die Gebäudeleittechnik an und nehmen sie vor Ort in Betrieb. Bei Energieversorgern, Stadtwerken und Contracting-Unternehmen steht oft der Betrieb im Vordergrund: Energiemonitoring, Auswertung von Verbrauchsdaten, Optimierung bestehender Anlagen, Betreuung von Wärmenetzen und Heizzentralen sowie die Abstimmung mit Kunden, Gewerken und Betreibern.
Der übliche Weg ist ein Bachelorstudium in Elektrotechnik, Versorgungs- und Gebäudetechnik, Energietechnik oder Mechatronik, oft mit Schwerpunkt Automatisierung oder Gebäudesystemtechnik. Einige Hochschulen bieten eigene Studiengänge zur Gebäudeautomation oder technischen Gebäudeausrüstung an, auch dual oder berufsbegleitend. Ein Master ist für Fach- und Führungsaufgaben hilfreich, aber nicht zwingend. Quereinsteiger kommen häufig aus der Praxis: Techniker für Mess-, Steuer- und Regelungstechnik oder Elektroniker für Gebäudesystemintegration, die nach mehreren Jahren Berufserfahrung und Weiterbildung in Ingenieursfunktionen wechseln, vor allem in Inbetriebnahme und Projektleitung. Herstellerschulungen für bestimmte Leitsysteme werden meist im Beruf erworben.
Die Arbeit verlangt Verständnis für mehrere Gewerke zugleich, denn Fehler in der Regelung zeigen sich oft erst im Zusammenspiel von Lüftung, Heizung und Elektrotechnik. Projekte stehen häufig unter Termindruck, weil die Automation am Ende eines Bauvorhabens fertig werden muss, wenn andere Gewerke bereits Verzug angehäuft haben. In der Inbetriebnahme bedeutet das Arbeit auf Baustellen, in Technikzentralen und Kellern, mitunter längere Einsätze und Reisetätigkeit. Im Betrieb kann Rufbereitschaft dazukommen, wenn Anlagen gestört sind. Dazu gehören viel Dokumentation, Abstimmung mit Bauherren und Gewerken sowie die Kenntnis von Normen und Vorgaben wie dem Gebäudeenergiegesetz. Mit der Vernetzung der Anlagen wächst außerdem die Verantwortung für IT-Sicherheit.
Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Gesetzliche Vorgaben zur Gebäudeautomation in größeren Nichtwohngebäuden, steigende Energiepreise, der Ausbau von Wärmenetzen und die Sanierung des Gebäudebestands sorgen für Aufträge, während qualifizierte Fachkräfte knapp sind. Energieversorger und Stadtwerke bauen Dienstleistungen rund um Energieeffizienz und Contracting aus und suchen dafür Automationsfachleute. Entwicklungswege führen in die Projektleitung, in die Fachplanung großer Liegenschaften, in das Energiemanagement, in technische Leitungsfunktionen beim Betreiber oder in die Selbstständigkeit als Fachplaner oder Sachverständiger.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Elektrotechnik, Gebäude- und Versorgungstechnik oder Energietechnik mit einer Regelstudienzeit von sechs bis sieben Semestern, auf Wunsch gefolgt von einem Master mit drei bis vier Semestern. Techniker der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik können nach mehrjähriger Berufserfahrung oder einem berufsbegleitenden Studium in vergleichbare Aufgaben wechseln.
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Elektroingenieure entwickeln, planen und prüfen elektrische und elektronische Systeme, von Schaltungen und Steuerungen über Antriebe bis zu Energieanlagen und Gebäudetechnik. Sie arbeiten in Entwicklung, Projektierung, Inbetriebnahme, Prüfung oder Vertrieb.
Ingenieure der Versorgungstechnik planen, berechnen und überwachen die technische Gebäudeausrüstung: Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und zunehmend Gebäudeautomation und erneuerbare Wärmeversorgung. Sie arbeiten meist in Ingenieurbüros, bei ausführenden Firmen, in der Industrie oder in Bauverwaltungen.
Projektleiter in der Technischen Gebäudeausrüstung steuern Planung und Ausführung von Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, Elektro- und Gebäudeautomationsanlagen. Sie verantworten Termine, Kosten und Qualität eines Bauprojekts vom Entwurf bis zur Abnahme.
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