HR Referent mit Schwerpunkt Recruiting (m/w/d)
Wir sind die Top-Antwort auf den Fachkräftemangel. Gemeinsam mit mehr als 13.000 Mitarbeitenden in 32 Ländern bringen wi...
HR-Referenten mit Schwerpunkt Recruiting besetzen offene Stellen in einem Unternehmen: Sie stimmen Anforderungsprofile mit Fachabteilungen ab, schreiben und veröffentlichen Anzeigen, sprechen Kandidaten an, führen Interviews und begleiten den Prozess bis zur Vertragsunterschrift.
Ein großer Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Anzeigen schreiben, Bewerbungen im Bewerbermanagementsystem sichten, Kandidaten online ansprechen, Telefon- und Videointerviews führen und Berichte erstellen. Anwesenheit verlangen Vorstellungsgespräche vor Ort, Assessment Center, Recruiting-Messen, Hochschulveranstaltungen und der persönliche Austausch mit Fachabteilungen, besonders beim Recruiting für Produktion, Pflege oder Handwerk, wo Betriebsbegehungen und Probearbeitstage dazugehören. In Büroumgebungen ist hybrides Arbeiten mit zwei bis drei Homeoffice-Tagen pro Woche in vielen Unternehmen üblich; überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten vor allem Recruiter bei Tech-Unternehmen, spezialisierten Recruiting-Dienstleistern oder in überregional verteilten Teams, das ist aber nicht die Regel. Im Mittelstand und in Betrieben mit gewerblichem Personal wird eher mehr Präsenz erwartet, und viele Arbeitgeber gewähren Homeoffice erst nach der Einarbeitung. Wer von zu Hause arbeitet, braucht ein ungestörtes Umfeld für Interviews, eine stabile Verbindung und muss Bewerberdaten gemäß DSGVO vor dem Zugriff Dritter schützen. Da Kandidaten schnelle Rückmeldungen erwarten, ist Erreichbarkeit zu festen Zeiten wichtig, und die Abstimmung mit Führungskräften läuft stärker über geplante Termine.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.700 € | 4.200 € | 44.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.600 € | 5.400 € | 55.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 5.900 € | 7.200 € | 70.800 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Branche und Betriebsgröße ab: Konzerne in Industrie, Chemie und IT zahlen deutlich mehr als Personaldienstleister und kleine Betriebe; tarifgebunden sind Stellen etwa nach TVöD oder TV-L (meist Entgeltgruppen E9b bis E11), nach dem ERA-Tarif der Metall- und Elektroindustrie oder dem Tarif der chemischen Industrie. In Personalberatungen und Agenturen ist ein Teil der Vergütung oft variabel und an Vermittlungen gebunden, und Stellen mit viel Homeoffice finden sich häufiger bei Tech-Unternehmen, die tendenziell im oberen Bereich zahlen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Arbeit beginnt meist mit einem Gespräch mit der Führungskraft, die eine Stelle besetzen will: Welche Aufgaben, welche Qualifikationen, welches Budget, bis wann. Daraus entstehen ein Anforderungsprofil und eine Stellenanzeige, die auf Jobbörsen, der Karriereseite und in sozialen Netzwerken erscheint. Parallel suchen Recruiter in Datenbanken und auf Plattformen wie LinkedIn oder Xing selbst nach passenden Personen und schreiben sie an. Eingehende Bewerbungen werden im Bewerbermanagementsystem gesichtet, vorsortiert und mit dem Fachbereich besprochen. Es folgen Telefoninterviews, Video- und Präsenzgespräche, gelegentlich Assessment Center oder Probearbeitstage. Am Ende stehen Absagen, Vertragsangebote, Gehaltsverhandlungen und die Übergabe an Personalverwaltung und Onboarding. Dazu kommen Auswertungen zu Besetzungsdauer und Kosten, die Pflege von Kontakten zu Hochschulen und Dienstleistern, Messeauftritte und Arbeit am Arbeitgeberauftritt. Je nach Unternehmen betreut eine Person das gesamte Recruiting oder nur bestimmte Zielgruppen wie Auszubildende, IT-Fachkräfte oder gewerbliche Mitarbeiter.
Ein geregelter Ausbildungsweg existiert nicht. Viele kommen über ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Personal, der Psychologie, Wirtschaftspsychologie oder Sozialwissenschaften. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Personaldienstleistungskaufmann oder Kaufmann für Büromanagement, mit anschließender Weiterbildung zum Personalfachkaufmann vor der IHK. Quereinsteiger finden häufig über Personaldienstleister und Recruiting-Agenturen Zugang, wo sie in hohem Tempo Erfahrung sammeln. Wer aus einem Fachgebiet wie IT oder Pflege kommt, hat beim Recruiting für diese Zielgruppen einen Vorteil. Zertifikate in Active Sourcing oder Arbeitsrecht ergänzen das Profil.
Recruiting ist Vertriebsarbeit mit Menschen. Die Fachabteilungen wollen ihre Stellen schnell besetzt sehen, und in Engpassberufen ist der Druck spürbar, wenn Stellen monatelang offen bleiben. Recruiter jonglieren viele Prozesse gleichzeitig, müssen Kandidaten zeitnah antworten und zwischen Bewerbern, Führungskräften und Betriebsrat vermitteln. Absagen zu erteilen und Erwartungen auf beiden Seiten zu dämpfen, gehört zum Alltag. Interviews finden nach dem Kalender der Kandidaten statt, also auch am frühen Abend; Messen fallen gelegentlich auf Wochenenden. Wer Active Sourcing betreibt, braucht eine hohe Frustrationstoleranz, weil viele Nachrichten unbeantwortet bleiben. Sicherer Umgang mit Datenschutz, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und den Grundzügen des Arbeitsrechts wird vorausgesetzt.
Der Fachkräftemangel hält die Nachfrage nach erfahrenen Recruitern in vielen Branchen hoch, vor allem in IT, Gesundheitswesen, Handwerk und Industrie. Gleichzeitig schwankt der Bedarf mit der Konjunktur: Bei Einstellungsstopps werden Recruiting-Stellen oft zuerst gestrichen oder Aufgaben an Dienstleister ausgelagert. Automatisierung und KI-Werkzeuge übernehmen zunehmend Routinearbeiten wie Vorsortierung und Terminplanung, was den Beruf stärker auf Beratung und Ansprache verschiebt. Entwicklungswege führen zum Senior Recruiter, Teamleiter Talent Acquisition, Employer-Branding-Spezialisten, HR Business Partner oder in die Personalberatung und Executive Search. Teilzeitstellen sind im Recruiting vergleichsweise häufig zu finden.
Üblich ist ein Bachelorstudium von drei bis dreieinhalb Jahren in Betriebswirtschaft, Psychologie oder einem verwandten Fach, oft mit Personalschwerpunkt. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Personaldienstleistungskaufmann, mit anschließender berufsbegleitender Weiterbildung zum Personalfachkaufmann (IHK) in den Beruf. Quereinsteiger beginnen häufig als Junior Recruiter bei einem Personaldienstleister.
Wir sind die Top-Antwort auf den Fachkräftemangel. Gemeinsam mit mehr als 13.000 Mitarbeitenden in 32 Ländern bringen wi...
HR Referent mit Schwerpunkt Recruiting (m/w/d) Arbeitgeber: Hays AG Berufsfeld: Recruiter/in Beschäftigungsart: Teilzeit...
HR Business Partner beraten Führungskräfte eines Unternehmensbereichs in allen Personalfragen, von der Stellenbesetzung über Konflikte bis zu Umstrukturierungen, und setzen die Personalstrategie im Geschäftsalltag um.
Personalberater suchen im Auftrag von Unternehmen geeignete Fachkräfte und Führungskräfte, sprechen Kandidaten an, führen Auswahlgespräche und begleiten den Prozess bis zur Vertragsunterschrift. Der Beruf ist vertriebsnah und wird häufig mit einem variablen Gehaltsanteil vergütet.
Personalreferenten betreuen die Beschäftigten eines Unternehmens oder eines Bereichs in allen Personalfragen – von der Einstellung über Verträge und Arbeitsrecht bis zum Austritt. Sie beraten Führungskräfte und arbeiten eng mit Betriebsrat und Lohnabrechnung zusammen.
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