Homeoffice

Wie viel davon geht von zu Hause?

Homeoffice ist in diesem Beruf die seltene Ausnahme, weil fast alle Kernaufgaben am Gebäude selbst anfallen: Kontrollgänge, Reparaturen, Begleitung von Fachfirmen, Winterdienst und das Eingreifen bei Störungen. Von zu Hause lassen sich allenfalls einzelne Verwaltungsaufgaben erledigen, etwa Angebote vergleichen, Wartungstermine planen oder Protokolle im CAFM-System nachtragen, und das meist nur in Stellen mit größerem Organisationsanteil, etwa bei Objektleitern oder technischen Koordinatoren. Auch dort geht es in der Regel um einzelne Stunden oder gelegentliche Tage, nicht um überwiegende Arbeit von zu Hause. Was in manchen Stellen vorkommt, ist Rufbereitschaft von zu Hause aus, die aber im Ernstfall die schnelle Fahrt ins Objekt verlangt und einen Wohnort in der Nähe voraussetzt. Wer eine Tätigkeit sucht, die sich ganz oder überwiegend von zu Hause erledigen lässt, findet sie in diesem Beruf praktisch nicht.

Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.

Gehalt

Was man als Hausmeister / Haustechniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.600 € 4.400 € 43.200 €

Das Gehalt hängt vor allem von der fachlichen Qualifikation ab: Haustechniker mit Elektro- oder SHK-Ausbildung verdienen deutlich mehr als Hausmeister ohne Fachausbildung in Wohnanlagen. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD bzw. TV-L, je nach Aufgabe meist Entgeltgruppe 4 bis 7; in Banken mit Tarifbindung der Tarifvertrag für das private Bankgewerbe oder der TVöD-Sparkassen, die oft über dem Niveau der Facility-Management-Dienstleister liegen, bei denen häufig frei verhandelt wird.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.

Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Hausmeister / Haustechniker?

Im Mittelpunkt steht der laufende Betrieb eines Gebäudes oder mehrerer Objekte. Dazu gehören regelmäßige Kontrollgänge, bei denen Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Türen, Schließanlagen und Brandschutzeinrichtungen geprüft werden. Kleinere Reparaturen erledigen Hausmeister selbst: einen tropfenden Wasserhahn abdichten, Leuchtmittel tauschen, Türschließer einstellen, Möbel montieren. Für Arbeiten, die eine Fachfirma verlangen, holen sie Angebote ein, vereinbaren Termine, begleiten die Handwerker und nehmen die Leistung ab. In Bürogebäuden und Bankfilialen kommen Umzüge innerhalb des Hauses, die Betreuung von Tresor- und Zutrittstechnik, Wartungstermine für Aufzüge und Klimaanlagen sowie Postverteilung oder Materiallogistik hinzu. Je nach Objekt fallen auch Winterdienst, Grünpflege und die Kontrolle der Reinigungsfirma an. Ein Teil des Tages ist Dokumentation: Prüfprotokolle, Zählerstände, Mängellisten und Einträge in ein CAFM-System.

Wie wird man Hausmeister / Haustechniker?

Eine eigene Ausbildung zum Hausmeister gibt es nicht. Die meisten kommen über eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung in den Beruf, etwa als Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Tischler oder Maler. Für Stellen mit der Bezeichnung Haustechniker wird meist eine Ausbildung im Elektro- oder SHK-Bereich verlangt, oft auch die Qualifikation als Elektrofachkraft. Quereinstieg ist bei einfacheren Hausmeisterstellen in Wohnanlagen verbreitet, wenn handwerkliches Geschick nachgewiesen werden kann. Weiterbildungen wie die IHK-Fortbildung zum geprüften Hausmeister oder Lehrgänge zur Fachkraft für Gebäudemanagement erleichtern den Aufstieg.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich: Leitern, Tragen, Arbeiten in engen Technikräumen, bei Witterung draußen. Störungen halten sich nicht an Dienstzeiten, viele Stellen verlangen Rufbereitschaft am Abend und am Wochenende, im Winter ist früher Dienstbeginn für den Räumdienst üblich. Wer für mehrere Objekte zuständig ist, fährt viel zwischen den Standorten. Hausmeister sind zudem Ansprechpartner für Mieter, Lehrkräfte oder Beschäftigte und müssen Beschwerden ruhig aufnehmen, auch wenn sie nicht selbst für den Schaden verantwortlich sind. In Banken kommen strenge Sicherheitsvorschriften, Zutrittsregeln und Verschwiegenheit über Sicherheitstechnik hinzu, oft auch ein Führungszeugnis.

Aussichten

Gebäude brauchen dauerhaft Betreuung, die Nachfrage ist stabil. Gefragt sind vor allem Bewerber mit elektrotechnischer Qualifikation, weil Gebäudetechnik immer stärker vernetzt und automatisiert wird. Durch die Schließung von Bankfilialen sinkt in dieser Branche allerdings die Zahl der Objekte, viele Arbeitgeber vergeben die Betreuung zudem an Facility-Management-Dienstleister. Entwicklungswege führen zum Objektleiter, zum technischen Gebäudemanager oder über eine Meister- oder Technikerfortbildung in leitende Funktionen im Facility Management.

Aufgaben

  • Kontrollgänge durch Gebäude und Technikräume durchführen
  • Kleinreparaturen an Sanitär, Elektrik, Türen und Mobiliar erledigen
  • Fachfirmen beauftragen, begleiten und ihre Arbeiten abnehmen
  • Wartungstermine für Heizung, Lüftung, Aufzüge und Brandschutz koordinieren
  • Zutritts-, Schließ- und Sicherheitstechnik betreuen
  • Winterdienst, Außenanlagen und Reinigungsleistungen kontrollieren
  • Zählerstände, Mängel und Prüfungen dokumentieren
  • Rufbereitschaft bei Störungen außerhalb der Dienstzeit übernehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene handwerkliche Ausbildung, für Haustechnik meist im Elektro- oder SHK-Bereich
  • Für viele Stellen Qualifikation als Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person
  • Führerschein Klasse B, bei mehreren Objekten unerlässlich
  • Körperliche Belastbarkeit für Leiterarbeit, Tragen und Arbeit im Freien
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und frühem Dienstbeginn
  • In Banken und sicherheitsrelevanten Objekten ein einwandfreies Führungszeugnis
  • Grundkenntnisse am PC für Dokumentation und CAFM-Systeme

Wo man arbeitet

  • Banken und Sparkassen mit eigenen Verwaltungsgebäuden und Filialen
  • Facility-Management-Dienstleister
  • Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen
  • Schulen, Hochschulen und kommunale Einrichtungen
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Bürogebäude und Gewerbeimmobilien

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige bis dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem Handwerksberuf, etwa als Elektroniker oder Anlagenmechaniker SHK, mit Abschluss vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Danach folgt der Wechsel in die Gebäudebetreuung, häufig ergänzt durch Lehrgänge zum geprüften Hausmeister oder zur Fachkraft für Gebäudemanagement, die einige Wochen bis Monate dauern.

Homeoffice-Stellen als Hausmeister / Haustechniker

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