Gruppenleiter:in Netzwerk (m/w/d)
Gruppenleiter:in NetzwerkFür die Lürssen Werft Bremen GmbH & Co. KG am Standort Lemwerder/Bremen, Rendsburg, Hamburg In...
Gruppenleiter Netzwerk führen ein Team von Netzwerkadministratoren und -technikern und verantworten Betrieb, Sicherheit und Ausbau der Netzwerkinfrastruktur eines Unternehmens, im Maschinen- und Anlagenbau häufig einschließlich der Produktionsnetze.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Konzepte prüfen, Budgets planen, Angebote vergleichen, Besprechungen mit dem Team und Dienstleistern führen und Netzwerke über Monitoring und gesicherte Fernzugänge überwachen. Anwesenheit verlangen dagegen Hardwaretausch, Inbetriebnahmen, Begehungen von Werkshallen und Serverräumen, Abstimmungen mit der Fertigung und vielfach auch größere Störungen, bei denen Präsenz vor Ort erwartet wird. Im Beruf insgesamt ist ein hybrides Modell mit Homeoffice an einzelnen Tagen, oft ein bis drei pro Woche, in vielen Unternehmen üblich; überwiegend oder ganz von zu Hause zu arbeiten ist eher die Ausnahme, zumal im Maschinen- und Anlagenbau, wo die Infrastruktur an Produktionsstandorte gebunden ist und Führung vor Ort oft erwartet wird. Wer von zu Hause arbeitet, braucht eine stabile Verbindung, unterliegt strengen Regeln für privilegierte Zugänge und Vertraulichkeit von Netzplänen und muss für das Team und bei Rufbereitschaft zuverlässig erreichbar sein. Für die Führung eines teils verteilten Teams sind feste Präsenztage und klare Absprachen zu Vertretung und Eskalation in den meisten Stellen Voraussetzung.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 5.000 € | 5.800 € | 6.800 € | 69.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.800 € | 6.700 € | 7.800 € | 80.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 7.800 € | 9.500 € | 93.600 € |
Im Maschinen- und Anlagenbau gilt in tarifgebundenen Betrieben der Entgeltrahmentarifvertrag (ERA) der Metall- und Elektroindustrie mit der IG Metall, Gruppenleiter werden dort aber häufig außertariflich bezahlt. Am stärksten hängt das Gehalt von Unternehmensgröße, Teamgröße und Verantwortungsumfang sowie der Region ab; in Großkonzernen in Süddeutschland liegt es deutlich höher als in kleineren Mittelständlern.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Gruppenleiter Netzwerk verantwortet die Netzwerkinfrastruktur eines Unternehmens und führt die Fachleute, die sie betreiben. Dazu gehören Switches, Router, Firewalls, WLAN, VPN-Zugänge und die Anbindung von Standorten. Im Maschinen- und Anlagenbau kommt oft das Produktionsnetz hinzu: Steuerungen, Maschinen und Fertigungssysteme müssen mit der Büro-IT verbunden und zugleich von ihr abgeschottet werden. Der Alltag teilt sich zwischen Führung und Technik. Gruppenleiter verteilen Aufgaben und Tickets, planen Einsätze und Rufbereitschaften, führen Mitarbeitergespräche und wirken bei Einstellungen mit. Daneben prüfen sie Netzwerkkonzepte, entscheiden über Hardware und Dienstleister, verhandeln mit Lieferanten, verwalten ein Budget und stimmen sich mit IT-Leitung, Informationssicherheit und den Fachbereichen ab. Bei größeren Störungen koordinieren sie die Fehlersuche und berichten an die Geschäftsleitung. Wie viel sie selbst noch konfigurieren, hängt von der Teamgröße ab: In kleinen Gruppen arbeiten sie mit, in großen Konzernen überwiegt die Steuerung.
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Üblich ist der Aufstieg aus der Fachrolle nach mehreren Jahren als Netzwerkadministrator oder Netzwerkingenieur. Am Anfang steht meist eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Nachrichtentechnik. Herstellerzertifikate wie Cisco CCNP oder Kenntnisse in Fortinet, Palo Alto oder Juniper werden in Anzeigen häufig verlangt. Für die Führungsrolle zählen Erfahrung in der fachlichen Anleitung, Projektleitung und oft eine Weiterbildung in Mitarbeiterführung oder ITIL. Quereinsteiger ohne mehrjährige Netzwerkpraxis haben kaum Chancen.
Die Rolle steht zwischen den Erwartungen der Geschäftsleitung, den Wünschen der Fachbereiche und der Belastung des eigenen Teams. Fällt das Netz aus, steht im Maschinenbau unter Umständen die Fertigung still, entsprechend hoch ist der Druck bei Störungen. Wartungsarbeiten und Umstellungen finden oft abends oder am Wochenende statt, Rufbereitschaft ist in vielen Unternehmen üblich, auch für Führungskräfte. Hinzu kommen Dienstreisen zu Werken und Niederlassungen, bei international aufgestellten Herstellern auch ins Ausland. Schwer fällt vielen der Abschied von der eigenen technischen Arbeit: Ein großer Teil der Zeit geht in Besprechungen, Personalfragen, Budgetplanung und Dokumentation. Wer Konflikte im Team scheut oder ungern Entscheidungen unter Unsicherheit trifft, tut sich schwer. Gleichzeitig muss das technische Wissen aktuell bleiben, denn Themen wie Netzsegmentierung, Zero Trust und die Sicherheit von Industrieanlagen entwickeln sich laufend weiter.
Die Nachfrage nach erfahrenen Netzwerkfachleuten mit Führungserfahrung ist stabil bis hoch. Vernetzte Produktion, wachsende Sicherheitsanforderungen etwa durch NIS2 und die Verlagerung von Diensten in die Cloud sorgen dafür, dass Unternehmen Netzwerke umbauen müssen. Zugleich lagern manche Betriebe den Netzwerkbetrieb an Dienstleister aus, wodurch sich die Rolle stärker zur Steuerung externer Partner verschiebt. Entwicklungswege führen zur Abteilungsleitung Infrastruktur, zur IT-Leitung oder in Architektur- und Sicherheitsrollen. Spezialwissen in der OT-Sicherheit von Industrieanlagen ist im Maschinen- und Anlagenbau besonders gefragt.
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder ein drei- bis fünfjähriges Informatikstudium mit Bachelor oder Master. Darauf folgen meist fünf oder mehr Jahre Praxis als Netzwerkadministrator oder Netzwerkingenieur, bevor die Gruppenleitung übernommen wird, oft ergänzt durch Herstellerzertifikate und Führungsseminare.
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Für unsere Abteilung IT-Infrastruktur und Betrieb suchen wir eine engagierte IT-Führungspersönlichkeit als Gruppenleiter...
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