Finance Manager (m/w/d)
Als Jabil Optics Germany GmbH in Jena sind wir Teil des weltweit zweitgrößten Auftragsfertigers Jabil und führend bei de...
Finance Manager steuern die Finanzen eines Unternehmens oder eines Unternehmensbereichs: Sie verantworten Monats- und Jahresabschlüsse, Planung, Liquidität und Berichtswesen und bereiten Zahlen für die Geschäftsführung auf.
Ein großer Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Abschlüsse prüfen, Berichte erstellen, Planungen rechnen und Videokonferenzen mit Konzern, Bank oder Prüfern führen, sofern das Unternehmen mit digitalen Belegen und Fernzugriff auf das ERP-System arbeitet. Anwesenheit verlangen meist Budgetgespräche mit Abteilungsleitern, die Führung des eigenen Teams, Inventuren, Termine mit der Geschäftsführung und Teile der Abschlussprüfung vor Ort. In vielen Unternehmen ist Homeoffice an zwei bis drei Tagen pro Woche üblich, in größeren und international aufgestellten Unternehmen eher als im inhabergeführten Mittelstand, wo Präsenz oft erwartet wird. Stellen, die überwiegend oder ganz von zu Hause ausgeübt werden, sind die Ausnahme, vor allem bei Führungsverantwortung. Wer von zu Hause arbeitet, braucht einen gesicherten Zugang zu den Systemen und einen Arbeitsplatz, an dem vertrauliche Finanzdaten nicht von Dritten eingesehen werden können; in Abschlussphasen wird eine hohe Erreichbarkeit erwartet.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.600 € | 5.300 € | 55.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.200 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 8.000 € | 10.500 € | 96.000 € |
Das Gehalt hängt vor allem von Unternehmensgröße, Führungsverantwortung und der Frage ab, ob internationale Rechnungslegung verlangt wird; Konzerne und Unternehmen in Süddeutschland zahlen spürbar mehr als kleine Mittelständler. In der Metall- und Elektroindustrie gelten die Tarifverträge der IG Metall (ERA), Finance Manager werden dort aber meist außertariflich bezahlt, oft mit einem variablen Bonusanteil.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Finance Manager hält die finanzielle Steuerung eines Unternehmens zusammen. Im Alltag heißt das: Monatsabschlüsse koordinieren und prüfen, Rückstellungen und Abgrenzungen festlegen, Abweichungen zwischen Plan und Ist erklären und daraus Berichte für Geschäftsführung, Gesellschafter oder eine Konzernmutter erstellen. Dazu kommen die Liquiditätsplanung, die Abstimmung mit Banken, die Vorbereitung des Jahresabschlusses gemeinsam mit Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung sowie die jährliche Budgetplanung mit den Fachabteilungen. In Industriebetrieben, etwa der Elektrotechnik oder Feinmechanik, gehören oft Kalkulationen von Produkten und Projekten, die Bewertung von Lagerbeständen und die Begleitung von Investitionsentscheidungen dazu. Die Rolle ist nicht einheitlich geschnitten: In kleineren Unternehmen ist ein Finance Manager zugleich Buchhaltungsleitung, Controller und Ansprechpartner für Steuern, in Konzernen ist die Stelle enger auf Reporting, Planung oder einen bestimmten Geschäftsbereich zugeschnitten. Häufig wird Personal geführt, etwa ein kleines Team in Buchhaltung oder Controlling.
Der übliche Weg führt über ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Finanzen, Rechnungswesen oder Controlling. Direkt nach dem Studium ist die Position selten; meist liegen zwei bis fünf Jahre Erfahrung in Buchhaltung, Controlling oder Wirtschaftsprüfung dazwischen. Ein zweiter Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann, und eine Aufstiegsfortbildung zum Bilanzbuchhalter oder geprüften Controller. Wer aus der Wirtschaftsprüfung kommt, wechselt häufig mit drei bis fünf Jahren Prüfungserfahrung in diese Rolle. Gefragt sind sichere Kenntnisse in HGB, oft auch IFRS oder US-GAAP, sowie Erfahrung mit ERP-Systemen wie SAP.
Die Arbeit folgt festen Fristen. Zum Monatsende, zum Quartalsabschluss und vor allem in der Jahresabschlusszeit ballt sich die Arbeit, Überstunden sind in diesen Phasen üblich. Konzerngesellschaften müssen ihre Zahlen an Stichtagen an die Muttergesellschaft melden, die nicht verschiebbar sind. Hinzu kommt Verantwortung: Fehler in Bewertung oder Berichterstattung haben Folgen für Prüfung, Steuer und Finanzierung. Ein Teil der Arbeit besteht darin, Zahlen von anderen Abteilungen einzufordern und Budgetgespräche zu führen, in denen Interessen aufeinandertreffen. Englisch wird in international aufgestellten Unternehmen täglich gebraucht. Wer Zahlen nur verarbeiten, aber nicht erklären und vertreten möchte, ist in dieser Rolle falsch.
Die Nachfrage nach erfahrenen Fachkräften im Finanzbereich ist stabil, viele Unternehmen finden für diese Positionen schwer passende Bewerber. Die Automatisierung von Routinebuchungen verschiebt die Aufgaben weiter in Richtung Analyse, Planung und Systemverantwortung; Kenntnisse in Datenanalyse und Systemeinführungen werden wichtiger. Entwicklungswege führen zur Leitung Finanzen, zum Head of Finance oder zur kaufmännischen Leitung, in kleineren Unternehmen bis zur Rolle des CFO oder kaufmännischen Geschäftsführers. Andere spezialisieren sich auf Treasury, Konzernrechnungslegung oder Steuern.
Meist folgt auf ein drei- bis fünfjähriges Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Bachelor- oder Masterabschluss eine Berufsphase von zwei bis fünf Jahren in Buchhaltung, Controlling oder Wirtschaftsprüfung. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender Fortbildung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Controller und mehrjähriger Berufserfahrung in die Position.
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Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Controller planen, steuern und überwachen die Zahlen eines Unternehmens: Sie erstellen Budgets und Forecasts, analysieren Abweichungen und liefern der Geschäftsführung die Grundlage für Entscheidungen. In Industriebetrieben stehen dabei oft Herstellkosten, Kalkulation und Werksergebnisse im Mittelpunkt.
Wirtschaftsprüfer prüfen Jahres- und Konzernabschlüsse von Unternehmen und bestätigen mit ihrem Testat, ob diese den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Daneben beraten sie in Fragen der Rechnungslegung, zu Steuern und bei Unternehmenstransaktionen.
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