Elektrokonstrukteur / Electrical Design Engineer (m/w/d)
Dücker steht seit Jahrzehnten für innovative Lösungen im Bereich Intralogistik – speziell in der Papier- und Wellpappeni...
Elektrokonstrukteure planen die elektrische Ausrüstung von Maschinen und Anlagen: Sie erstellen Stromlaufpläne, legen Bauteile und Schaltschränke aus und liefern die Unterlagen, nach denen Schaltschrankbau und Inbetriebnahme arbeiten.
Das Zeichnen von Stromlaufplänen, Stücklisten und Dokumentation am CAE-System lässt sich von zu Hause erledigen, sofern der Arbeitgeber Lizenzen und Projektdaten über VPN oder Fernzugriff bereitstellt. Anwesenheit verlangen dagegen Abstimmungen am Schaltschrank, Musteraufbauten, Prüfungen in der Werkstatt und vor allem Inbetriebnahmen beim Kunden. In vielen Stellen bei mittleren und großen Herstellern ist Homeoffice inzwischen an einzelnen Tagen üblich, oft an ein bis drei Tagen pro Woche und häufig erst nach der Einarbeitung; überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten eher Beschäftigte von Engineering-Dienstleistern und Freiberufler, und auch dort nicht in allen Projekten. Kleinere Maschinenbauer mit kurzen Wegen zwischen Konstruktion und Fertigung erwarten oft weitgehende Präsenz. Für die Arbeit zu Hause braucht es einen leistungsfähigen Rechner mit zwei großen Bildschirmen und eine stabile Verbindung, und Konstruktionsdaten unterliegen in der Regel strengen Geheimhaltungsregeln der Kunden. Wer viel von zu Hause arbeitet, muss Rückfragen aus Fertigung und Mechanik zügig per Telefon oder Videokonferenz klären, da sonst Abläufe ins Stocken geraten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.700 € | 6.900 € | 68.400 € |
Das Gehalt hängt vor allem davon ab, ob der Arbeitgeber an die ERA-Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) gebunden ist, und vom Abschluss: Ingenieure werden meist höher eingruppiert als Techniker, große tarifgebundene Hersteller im Süden zahlen deutlich mehr als kleine Betriebe ohne Tarif. Engineering-Dienstleister, bei denen Homeoffice häufiger angeboten wird, zahlen oft etwas weniger als die Hersteller selbst, während erfahrene Freiberufler über Stundensätze teils deutlich darüber liegen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Elektrokonstrukteure übersetzen die Anforderungen an eine Maschine oder Anlage in eine elektrische Planung. Am Anfang steht meist ein Lastenheft oder eine Abstimmung mit Mechanik, Verfahrenstechnik und Softwareentwicklung: Welche Antriebe, Sensoren und Sicherheitsfunktionen braucht die Anlage, welche Normen und Kundenvorgaben gelten? Daraus entstehen in CAE-Systemen wie EPLAN oder E3.series Stromlaufpläne, Klemmen- und Kabelpläne, Stücklisten und der Aufbau des Schaltschranks. Dazu gehört das Dimensionieren von Leitungen, Sicherungen und Netzteilen, die Auswahl von Komponenten bei Herstellern, die Berechnung von Wärmeabfuhr im Schrank und das Bewerten von Sicherheitsfunktionen nach den einschlägigen Normen. Elektrokonstrukteure beantworten Rückfragen aus Fertigung und Einkauf, arbeiten Änderungen ein, wenn sich während des Projekts etwas verschiebt, und pflegen die Dokumentation bis zur Abnahme. In manchen Betrieben begleiten sie auch die Inbetriebnahme beim Kunden oder übernehmen Teile der SPS-Programmierung.
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Viele kommen über eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik oder für Automatisierungstechnik und eine anschließende zweijährige Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik in den Beruf. Ebenso üblich ist ein Bachelorstudium in Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik. Technische Systemplaner der Fachrichtung Elektrotechnik bringen eine passende Grundlage aus einer dreijährigen Ausbildung mit. Quereinsteiger aus dem Schaltschrankbau oder der Inbetriebnahme gelingt der Wechsel häufig, wenn sie sich in ein CAE-System einarbeiten; Schulungen der Softwarehersteller sind dabei ein gängiger Weg.
Der Beruf verlangt genaues Arbeiten: Ein Fehler im Plan fällt oft erst im Schaltschrankbau oder bei der Inbetriebnahme auf und kostet dann Zeit und Geld. Im Anlagenbau sind Projekte an Liefertermine gebunden, und weil die Elektrokonstruktion häufig auf fertige Mechanikdaten wartet, landet der Zeitdruck am Ende der Kette oft bei ihr. Späte Kundenänderungen sind alltäglich. Wer Normen wie die EN 60204-1 oder die Maschinenrichtlinie nicht kennt, muss sich einarbeiten, und Vorschriften ändern sich laufend. Viel Zeit geht in Abstimmungen mit anderen Abteilungen. Wo Inbetriebnahmen zum Aufgabenbereich gehören, kommen Reisen von mehreren Tagen bis Wochen hinzu, teils ins Ausland. Englischkenntnisse werden bei international tätigen Herstellern erwartet.
Elektrokonstrukteure werden im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automatisierungstechnik und bei Engineering-Dienstleistern seit Jahren gesucht; die Nachfrage folgt allerdings der Investitionskonjunktur, und in schwachen Phasen werden Dienstleisteraufträge zuerst gekürzt. Automatisierung, Energiewende und die Elektrifizierung von Fahrzeugen und Anlagen halten den Bedarf hoch. Entwicklungswege führen zur Projektleitung, zur Gruppen- oder Abteilungsleitung in der Elektrokonstruktion, in die Normung und funktionale Sicherheit oder in die SPS-Programmierung. Mit Erfahrung ist auch eine freiberufliche Tätigkeit verbreitet.
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung im Elektrobereich, etwa als Elektroniker für Automatisierungstechnik, gefolgt von einer zweijährigen Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Elektrotechnik. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik von sechs bis sieben Semestern in den Beruf. Die Einarbeitung in das jeweilige CAE-System erfolgt meist im Betrieb oder über Herstellerschulungen.
Dücker steht seit Jahrzehnten für innovative Lösungen im Bereich Intralogistik – speziell in der Papier- und Wellpappeni...
Wir sind führend in der Entwicklung und Installation maßgeschneiderter Steuerungslösungen im Bereich der Intralogistik....
Elektroingenieure entwickeln, planen und prüfen elektrische und elektronische Systeme, von Schaltungen und Steuerungen über Antriebe bis zu Energieanlagen und Gebäudetechnik. Sie arbeiten in Entwicklung, Projektierung, Inbetriebnahme, Prüfung oder Vertrieb.
SPS-Programmierer entwickeln die Steuerungssoftware für Maschinen und automatisierte Anlagen, testen sie und nehmen sie vor Ort in Betrieb. Sie arbeiten vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, bei Engineering-Dienstleistern und in der Produktion.
Technische Systemplaner der Fachrichtung elektrotechnische Systeme erstellen nach Vorgaben von Ingenieuren technische Zeichnungen, Pläne und Unterlagen für elektrische Anlagen in Gebäuden und Industrieanlagen. Sie arbeiten überwiegend am CAD-Arbeitsplatz und zunehmend mit BIM-Modellen.
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