Zielkundenberater Agrar Versicherungen Bankenvertrieb (m/w/d)
Deine berufliche Zukunft beginnt hier im Vertrieb: Dich erwarten eine sichere Festanstellung, ein attraktives Vergütungs...
Zielkundenberater Agrar im Bankenvertrieb betreuen landwirtschaftliche Betriebe in Versicherungsfragen und arbeiten dabei eng mit den Beratern von Partnerbanken zusammen, häufig Volks- und Raiffeisenbanken. Sie analysieren Risiken auf Höfen, erstellen Angebote und schulen das Bankpersonal im Agrargeschäft.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Angebote berechnen, Beratungsprotokolle schreiben, Termine mit Banken abstimmen, Bestände auswerten und an Videokonferenzen teilnehmen. Der Kern des Berufs findet aber auf den Höfen und in den Bankfilialen statt, sodass ganz von zu Hause zu arbeiten in diesem Beruf praktisch nicht möglich ist. Bei vielen Versicherern ist die eigene Wohnung der Dienstsitz, von dem aus die Region bereist wird; wenn Stellen als Homeoffice ausgeschrieben sind, ist meist dieses Modell gemeint. Wie viele Tage pro Woche dabei am Schreibtisch zu Hause verbringt, schwankt mit Saison und Region und lässt sich nicht allgemein beziffern, an den meisten Tagen stehen jedoch Außentermine an. Für die Arbeit zu Hause braucht es einen abschließbaren Arbeitsplatz, weil Kunden- und Vertragsdaten der Verschwiegenheit unterliegen, sowie verlässliches Internet, das in ländlichen Gebieten nicht überall selbstverständlich ist.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.200 € | 4.900 € | 50.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.100 € | 6.000 € | 61.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € |
Bei angestellten Außendienstlern von Versicherern gilt häufig der Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe als Grundlage, dazu kommt in vielen Stellen ein erfolgsabhängiger Anteil, der das tatsächliche Einkommen deutlich nach oben oder unten verschieben kann. Ein Dienstwagen auch zur privaten Nutzung ist üblich und in den Zahlen nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Zielkundenberater Agrar sind Spezialisten eines Versicherers, die für eine Region oder mehrere Partnerbanken zuständig sind. Die Bank bringt den Kundenkontakt mit, der Zielkundenberater das Fachwissen über landwirtschaftliche Risiken. Gemeinsam mit Firmenkunden- oder Agrarberatern der Bank besuchen sie Ackerbau-, Milchvieh-, Schweine- oder Sonderkulturbetriebe, nehmen Gebäude, Maschinen, Tierbestände und Flächen auf und prüfen bestehende Verträge. Typische Themen sind Betriebshaftpflicht, Gebäude- und Inhaltsversicherung, Ertragsausfall, Hagel- und Mehrgefahrenversicherung, Tierversicherung, Photovoltaik- und Biogasanlagen sowie die Absicherung der Betriebsleiterfamilie. Daraus entstehen Angebote, die am Küchentisch des Hofes besprochen werden. Hinzu kommen Schulungen für Bankmitarbeiter, Vertriebsplanung mit den Banken, Auswertungen von Kundenbeständen, Unterstützung bei Schadenfällen und die Dokumentation der Beratung nach den Vorgaben des Versicherungsvertriebsrechts.
Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen oder als Bankkaufmann, oft ergänzt um den Versicherungsfachwirt oder eine vergleichbare Weiterbildung. Ebenso gefragt sind Bewerber mit landwirtschaftlichem Hintergrund: abgeschlossene Ausbildung zum Landwirt, Agrarbetriebswirt, Landwirtschaftsmeister oder ein Studium der Agrarwissenschaften. Wer aus der Landwirtschaft kommt, erwirbt die vertriebliche Qualifikation meist über die Sachkundeprüfung zum Versicherungsfachmann vor der IHK und eine Einarbeitung beim Versicherer. Viele Stellen werden mit Berufserfahrung im Vertrieb oder in der Agrarfinanzierung besetzt.
Der Beruf ist Außendienst mit vielen Kilometern auf Landstraßen. Termine richten sich nach dem Rhythmus der Höfe: In Ernte- und Saatzeiten sind Landwirte kaum erreichbar, dafür häufen sich Gespräche im Winter und an Abenden. Wer mit Landwirten spricht, muss deren Betriebsabläufe verstehen und ernst genommen werden, ein Gespür für bäuerliche Gesprächskultur hilft. Zugleich steht die Arbeit unter Vertriebszielen, die mit den Banken abgestimmt und regelmäßig gemessen werden. Ein Teil des Einkommens hängt oft vom Erfolg ab. Die Zusammenarbeit mit Bankberatern, die eigene Ziele und wenig Zeit haben, verlangt Geduld und Überzeugungsarbeit. Nach Unwetterschäden kommen kurzfristige Einsätze hinzu, und die Dokumentationspflichten sind umfangreich.
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sinkt, die verbleibenden werden größer und komplexer. Damit steigt der Beratungsbedarf bei Wetterrisiken, Tierseuchen, Energieanlagen und Betriebsübergaben. Versicherer im genossenschaftlichen Verbund und andere Anbieter mit Bankpartnerschaften suchen regelmäßig Fachleute, die Agrarwissen und Vertrieb verbinden. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Vertriebsteams, in die Agrar-Fachabteilung eines Versicherers, in die Risikobesichtigung oder Schadenregulierung, in die Produktentwicklung oder in eine größere Regionalverantwortung.
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen oder als Bankkaufmann, häufig gefolgt von einer Weiterbildung zum Versicherungsfachwirt. Alternativ führt der Weg über eine landwirtschaftliche Ausbildung, einen Meister- oder Agrarstudienabschluss mit anschließender Sachkundeprüfung zum Versicherungsfachmann vor der IHK und mehrmonatiger Einarbeitung beim Versicherer.
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