Vertriebsassistenz Versicherungen (m/w/d) in Teilzeit
Zum 1. Mai 2026 haben sich die AVIATEC Deutschland GmbH, die EURO-HANSE GmbH Versicherungsmakler und die JRCS GmbH zur...
Vertriebsassistenten in der Versicherungsbranche unterstützen Außendienst, Agenturen und Makler im Innendienst: Sie bereiten Angebote vor, bearbeiten Anträge, pflegen Kundendaten und halten den Vertrieb organisatorisch am Laufen.
Angebotsberechnung, Antragsbearbeitung, Datenpflege im CRM, Terminvereinbarung per Telefon und Statistiken lassen sich technisch gut von zu Hause erledigen, sofern der Arbeitgeber einen gesicherten Zugang zu den Vermittler- und Bestandssystemen bereitstellt. Anwesenheit verlangen dagegen Empfang und Kundenverkehr in Agenturen, die Bearbeitung von Papierpost und Originalunterlagen sowie die Vorbereitung von Beratungsterminen vor Ort. Bei größeren Versicherungsunternehmen ist mobiles Arbeiten im Vertriebsinnendienst in vielen Stellen üblich, meist an zwei bis drei Tagen pro Woche nach Betriebsvereinbarung und oft erst nach der Einarbeitung; in kleinen Agenturen und Maklerbüros ist Homeoffice dagegen eher die Ausnahme, auch wenn einzelne Makler gezielt Assistenzen suchen, die überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten. Wer zu Hause arbeitet, muss einen abschließbaren Arbeitsplatz, verschlüsselte Verbindungen und den Umgang mit vertraulichen Kunden- und Gesundheitsdaten gemäß Datenschutz sicherstellen. Erwartet wird in der Regel feste telefonische Erreichbarkeit während der Bürozeiten, weil Vermittler und Kunden kurzfristig Rückfragen haben.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.900 € | 3.600 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.300 € | 4.100 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.800 € | 4.700 € | 45.600 € |
Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob bei einem Versicherungsunternehmen gearbeitet wird, das an den Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe gebunden ist, oder bei einer Agentur oder einem Maklerbüro, wo Gehälter frei verhandelt werden und meist deutlich darunter liegen. Stellen mit mehr Homeoffice finden sich eher bei den größeren, tarifgebundenen Versicherern, während kleine Agenturen häufiger Präsenz erwarten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Vertriebsassistenz arbeitet denjenigen zu, die Versicherungen verkaufen: angestellten Außendienstlern, selbstständigen Versicherungsvertretern oder Maklern. Im Alltag heißt das, Tarife zu berechnen und Angebote nach den Vorgaben des Vermittlers zu erstellen, Anträge auf Vollständigkeit zu prüfen und an die Gesellschaft weiterzuleiten, Rückfragen der Antragsprüfung zu klären und Policen an Kunden zu versenden. Dazu kommen Terminvereinbarungen für Beratungsgespräche, die Pflege von Kundendaten im Vermittler- oder CRM-System, die Vorbereitung von Unterlagen für Jahresgespräche sowie das Nachhalten von Fristen, etwa bei Vertragsabläufen oder Kündigungen. In Versicherungsunternehmen gehören oft auch die Betreuung eines Vertriebsbezirks, das Erstellen von Verkaufsstatistiken und die Unterstützung bei Provisionsabrechnungen dazu. In kleinen Agenturen ist die Vertriebsassistenz häufig zugleich erste Ansprechperson am Telefon, kümmert sich um Post und Schadenmeldungen und übernimmt einen großen Teil der Büroorganisation.
Ein geschützter Ausbildungsberuf mit dieser Bezeichnung existiert nicht. Der übliche Weg führt über die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen, die mit der IHK-Prüfung endet. Ebenso verbreitet ist der Einstieg mit einer anderen kaufmännischen Ausbildung, vor allem als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement, und anschließender Einarbeitung in Sparten und Tarife. Quereinsteiger mit Büroerfahrung finden besonders in Agenturen und Maklerbüros Stellen, müssen sich aber die Fachsprache und die Produktlogik erst aneignen. Wer selbst beraten oder vermitteln will, braucht in der Regel die Sachkundeprüfung Versicherungsvermittler bei der IHK und unterliegt danach der jährlichen Weiterbildungspflicht. Als Aufstiegsfortbildung bietet sich der Fachwirt für Versicherungen und Finanzen an.
Die Arbeit ist kleinteilig und fehleranfällig: Ein falsch übertragener Geburtstag, ein vergessener Beitrag oder eine verpasste Frist kann einen Antrag verzögern oder zu Haftungsfragen führen. Sorgfalt ist daher wichtiger als Tempo, obwohl beides gefragt ist, denn gerade zu Jahresende, bei Kfz-Wechselfristen oder vor Vertriebsaktionen häuft sich die Arbeit. Viele Vertriebsassistenzen arbeiten für mehrere Vermittler gleichzeitig, deren Wünsche sich widersprechen können, und stehen zwischen dem Verkaufsdruck des Vertriebs und den Regeln der Antragsprüfung. Der Umgang mit sensiblen Daten, etwa Gesundheitsangaben in der Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung, verlangt Verschwiegenheit. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt und liegen tagsüber, in Agenturen orientiert an den Öffnungszeiten, sodass Teilzeit vergleichsweise gut möglich ist. Wer Freude an direktem Verkauf hat, findet die Rolle mitunter zu sehr im Hintergrund.
Die Nachfrage ist stabil, weil Vermittler und Versicherer den Innendienst brauchen, um sich auf Beratung zu konzentrieren. Gleichzeitig verändern digitale Antragsstrecken, Vergleichsrechner und automatisierte Prüfungen das Aufgabenfeld: Reine Dateneingabe nimmt ab, gefragt sind Leute, die Vorgänge selbstständig klären und mehrere Systeme sicher bedienen. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung auf eine Sparte, in die Vertriebssteuerung oder das Vertriebscontrolling, in die Teamleitung im Innendienst oder mit Sachkundenachweis in die eigene Beratung und Vermittlung.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen mit IHK-Abschluss; mit Abitur oder guten Leistungen lässt sie sich oft auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Alternativ führt eine andere kaufmännische Ausbildung mit Einarbeitung in den Beruf, für Beratungsaufgaben ergänzt durch die IHK-Sachkundeprüfung Versicherungsvermittler.
Zum 1. Mai 2026 haben sich die AVIATEC Deutschland GmbH, die EURO-HANSE GmbH Versicherungsmakler und die JRCS GmbH zur...
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