Vermessungstechniker (m/w/d) – Katastervermessung & GEOgraf
Ob privater Bauherr, Grundstückseigentümer, Architekt, Planer, Bau- und Erschließungsträger, Kommune oder Gemeinde: Wir...
Vermessungstechniker vermessen Grundstücke, Gebäude und Gelände mit Tachymeter, GNSS-Empfängern und Laserscannern und werten die Messdaten am Rechner zu Plänen, Karten und Katasterunterlagen aus. Der Beruf verbindet Außendienst im Gelände mit Innendienst am CAD-Arbeitsplatz.
Homeoffice ist im Beruf insgesamt eher die Ausnahme, weil ein großer Teil der Arbeit im Gelände, auf Baustellen oder bei Grenzterminen stattfindet und sich nicht verlagern lässt. Von zu Hause erledigen lassen sich Teile des Innendienstes: Messdaten auswerten, Koordinaten berechnen, Pläne und Geländemodelle im CAD- oder GIS-Programm zeichnen und Unterlagen für Behörden vorbereiten. In Stellen mit hohem Innendienstanteil, etwa in größeren Büros, bei Behörden mit Dienstvereinbarungen oder in der Auswertung von Laserscan- und Drohnendaten, ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche teils möglich, meist erst nach der Einarbeitung; Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, sind selten. Für die Arbeit zu Hause braucht es einen leistungsfähigen Rechner, eine stabile Internetverbindung für große Punktwolken und Planunterlagen sowie Zugriff auf lizenzierte Software, was nicht jeder Arbeitgeber bereitstellt. Da Katasterdaten und Eigentümerangaben personenbezogen sind, gelten Vorgaben zu Datenschutz und Verschwiegenheit auch am heimischen Arbeitsplatz. Wer im Messtrupp eingeplant ist, muss sich eng mit dem Team abstimmen, denn Außendiensttage richten sich nach Wetter, Bauablauf und Terminen und lassen sich nicht frei wählen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.200 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.800 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.500 € | 46.800 € |
Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen 6 bis 8, und ist dadurch gut vorhersehbar. In privaten Ingenieur- und Vermessungsbüros wird das Gehalt meist frei verhandelt und hängt stark von Bürogröße, Region und Spezialisierung ab; Erfahrung mit Laserscanning, BIM oder Baustellenvermessung bei großen Bauunternehmen wird teils besser bezahlt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Vermessungstechniker erfassen die Lage und Höhe von Punkten im Gelände und machen daraus verwertbare Unterlagen. Im Außendienst stecken sie Baukörper ab, nehmen Bestandspläne auf, messen Grenzpunkte bei Grundstücksteilungen, begleiten Baustellen mit Kontrollmessungen oder scannen Gebäude und Verkehrsanlagen dreidimensional. Dafür arbeiten sie mit Tachymetern, GNSS-Empfängern, Nivelliergeräten, Laserscannern und zunehmend mit Drohnen. Im Innendienst bereiten sie Messungen vor, recherchieren in Katasterunterlagen und Grundbuchauszügen, berechnen Koordinaten, prüfen Messergebnisse auf Plausibilität und erstellen mit CAD- und GIS-Programmen Lagepläne, Höhenpläne, Fortführungsrisse und digitale Geländemodelle. In Vermessungsämtern und bei öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren gehört die Fortführung des Liegenschaftskatasters zum Kern der Arbeit, in Bauunternehmen die laufende Baustellenvermessung.
Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Vermessungstechniker, in der Fachrichtung Vermessung oder Bergvermessung. Ausgebildet wird in Ingenieur- und Vermessungsbüros, bei Katasterbehörden und in Bergbau- oder Bauunternehmen. Ein mittlerer Schulabschluss ist häufig, rechtlich aber nicht vorgeschrieben; gute Noten in Mathematik, besonders in Geometrie und Trigonometrie, erleichtern den Einstieg. Eng verwandt ist die Ausbildung zum Geomatiker, die stärker auf Geodaten und Kartografie ausgerichtet ist. Quereinstiege sind selten, kommen aber aus Bauzeichnerberufen oder abgebrochenen Geodäsie-Studiengängen vor, meist mit Einarbeitung vor allem im Außendienst.
Der Außendienst findet bei jedem Wetter statt, im Sommer in der Hitze, im Winter bei Kälte und Nässe. Messausrüstung muss getragen werden, oft über unwegsames Gelände, Baustellen oder an viel befahrenen Straßen, wo Sicherheitsvorschriften einzuhalten sind. Baustellenvermessung richtet sich nach dem Bauablauf: frühe Arbeitsbeginne, Termindruck und kurzfristige Einsätze sind dort üblich, teils mit Fahrten zu wechselnden Einsatzorten und gelegentlicher Auswärtsübernachtung. Im Innendienst sind Sorgfalt und räumliches Vorstellungsvermögen gefragt, denn Fehler in einer Absteckung oder Grenzfeststellung können teuer werden und rechtliche Folgen haben. Wer im Kataster arbeitet, muss sich in Vermessungs- und Grundstücksrecht einarbeiten. Im Umgang mit Grundstückseigentümern bei Grenzterminen ist zudem Gesprächsgeschick nötig, wenn Nachbarn uneins sind.
Vermessungstechniker werden gesucht. Viele Büros und Behörden finden nicht genug Nachwuchs, während Bauprojekte, Infrastruktursanierung, Ausbau von Energie- und Glasfasernetzen und die Digitalisierung von Geodaten Arbeit bringen. Die Technik verändert sich laufend: Laserscanning, Drohnenbefliegung und Building Information Modeling verschieben einen Teil der Arbeit in die Datenauswertung. Weiterbildung ist über den staatlich geprüften Techniker für Vermessungstechnik möglich, mit Berufserfahrung auch über ein Studium der Geodäsie oder Geoinformatik, das zum Vermessungsingenieur führt. In Behörden ist der Aufstieg in den gehobenen technischen Dienst ein weiterer Weg, in Büros die Leitung von Messtrupps oder die Spezialisierung auf 3D-Vermessung.
Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Vermessungstechniker in der Fachrichtung Vermessung oder Bergvermessung mit Abschlussprüfung vor der zuständigen Stelle. Mit Berufserfahrung folgen häufig die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder ein Studium der Geodäsie.
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Bauzeichner erstellen nach Vorgaben von Architekten und Bauingenieuren technische Zeichnungen, Pläne und Modelle für Gebäude, Ingenieurbauwerke, Straßen oder Außenanlagen, heute fast ausschließlich am CAD-Arbeitsplatz. Sie berechnen Mengen und Massen, pflegen Planunterlagen und arbeiten zunehmend mit digitalen Gebäudemodellen (BIM).
Technische Systemplaner erstellen mit CAD-Programmen Pläne, Schemata und Detailzeichnungen für Gebäudetechnik, Stahl- und Metallbau oder elektrotechnische Anlagen. Sie arbeiten Ingenieuren und Architekten zu und setzen deren Vorgaben in ausführungsreife Unterlagen um.
Vermessungsingenieure erfassen Lage, Höhe und Form von Gelände, Gebäuden und Bauwerken, stecken Bauvorhaben ab und werten die Messdaten zu Plänen, Modellen und amtlichen Nachweisen aus. Sie arbeiten im Wechsel zwischen Außendienst mit Messgeräten und Auswertung am Rechner.
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