Senior Softwareentwickler C++ (w/m/d)
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Softwareentwickler für C schreiben und pflegen hardwarenahe Software, etwa Firmware für Mikrocontroller, Treiber, Betriebssystemkomponenten oder zeitkritische Steuerungen. Sie arbeiten häufig in der Embedded-Entwicklung für Fahrzeugtechnik, Medizintechnik, Automatisierung und Industrieelektronik.
Code schreiben, Reviews, Dokumentation, Simulationen und Abstimmungen im Team lassen sich gut von zu Hause erledigen, und viele Arbeitgeber bieten das an zwei bis drei Tagen pro Woche an. Anwesenheit verlangt vor allem die Arbeit an der Zielhardware: Debugging mit Messgeräten, Tests am Prüfstand, Inbetriebnahmen und Arbeit in Laboren mit Prototypen, die nicht nach Hause mitgenommen werden dürfen oder können. Teilweise wird das mit Entwicklungsboards oder Fernzugriff auf Testaufbauten gelöst, das hängt aber stark vom Projekt und vom Kunden ab. Homeoffice an einzelnen Tagen ist in diesem Beruf verbreitet, überwiegend von zu Hause arbeiten vor allem Entwickler in rein softwarenahen Bereichen wie Kernel- oder Bibliotheksentwicklung, ganz von zu Hause ist eher die Ausnahme. Bei Dienstleistern entscheidet oft der Endkunde über die Präsenzregeln, und Geheimhaltungsvereinbarungen schreiben in manchen Projekten gesicherte Firmenrechner, VPN und das Verbot privater Hardware vor.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.700 € | 4.300 € | 5.000 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.600 € | 5.300 € | 6.300 € | 63.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.700 € | 8.000 € | 80.400 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von der Branche und der Tarifbindung ab: Bei Herstellern und Zulieferern, die an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) gebunden sind, liegen die Gehälter meist im oberen Bereich, bei nicht tarifgebundenen Engineering-Dienstleistern und in der Arbeitnehmerüberlassung häufig darunter. Zusätzlich heben Erfahrung mit Sicherheitsnormen, ein Arbeitgeber in Süddeutschland und große Konzerne das Gehalt spürbar an.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
C ist die Sprache für Software, die nah an der Hardware läuft und mit wenig Speicher und Rechenleistung auskommen muss. Entsprechend arbeiten Entwickler in diesem Bereich meist an Firmware für Mikrocontroller, an Gerätetreibern, an Teilen von Betriebssystemen wie dem Linux-Kernel oder an Echtzeitsteuerungen in Maschinen, Fahrzeugen und medizinischen Geräten. Zum Alltag gehört, Anforderungen aus Lastenheften in Code umzusetzen, Register und Schnittstellen wie SPI, I²C, CAN oder UART anzusprechen, Speicherfehler und Timing-Probleme zu suchen und den eigenen Code mit Unit-Tests und auf der Zielhardware zu prüfen. Ein großer Teil der Zeit geht in Fehlersuche mit Debugger, Logikanalysator oder Oszilloskop, in Code-Reviews und in Dokumentation, die in regulierten Branchen umfangreich ist. Viele Stellen werden über Engineering-Dienstleister besetzt, die ihre Entwickler in Projekte bei Automobilzulieferern, Geräteherstellern oder Industriekunden schicken.
Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Technischen Informatik, Elektrotechnik oder Mechatronik, meist mit Bachelorabschluss nach sechs bis sieben Semestern. Auch Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder Elektroniker mit Programmiererfahrung finden Zugang, vor allem wenn sie eigene Projekte mit Mikrocontrollern vorweisen können. Quereinstieg aus anderen Programmiersprachen ist möglich, verlangt aber das Verständnis von Zeigern, Speicherverwaltung und Hardwarearchitektur, das in reiner Web- oder Anwendungsentwicklung selten gebraucht wird. In der Automobil- und Medizintechnik werden Kenntnisse in Normen wie MISRA-C, ISO 26262, Automotive SPICE oder IEC 62304 erwartet, die oft erst im Beruf erworben werden.
C verzeiht wenig. Ein falscher Zeiger oder ein Pufferüberlauf führt nicht zu einer Fehlermeldung, sondern zu Abstürzen, die sich nur unter bestimmten Bedingungen zeigen und tagelange Suche kosten können. Das verlangt Geduld, Genauigkeit und die Bereitschaft, sich in Datenblätter von mehreren hundert Seiten einzulesen. In sicherheitskritischen Branchen bestimmen Prozesse, Nachweise und Reviews den Takt, was manche als schwerfällig empfinden. Vor Meilensteinen, Musterfreigaben oder Messeterminen steigt der Termindruck spürbar. Wer bei einem Dienstleister angestellt ist, wechselt Projekte und Kunden regelmäßig und muss sich immer wieder in fremde Codebasen und Teamgewohnheiten einarbeiten. Je nach Projekt fallen Reisen zum Kunden, Inbetriebnahmen vor Ort oder Testfahrten an. Die Arbeitszeiten sind in der Regel Gleitzeit, Rufbereitschaft ist eher selten.
Die Nachfrage nach C-Entwicklern ist stabil, weil eingebettete Systeme in nahezu jedem Gerät stecken und vorhandene Codebasen über Jahrzehnte gepflegt werden. Die Konjunktur in Automobil- und Maschinenbau schlägt allerdings direkt auf die Zahl der Projekte durch, und bei Dienstleistern werden Stellen in schwachen Phasen schneller abgebaut. Langfristig gewinnen C++ und Rust in neuen Projekten Anteile, reines C bleibt aber im Mikrocontroller- und Kernelbereich verbreitet. Entwicklungswege führen zum Softwarearchitekten, zum technischen Projektleiter, in die funktionale Sicherheit oder Cybersecurity für eingebettete Systeme sowie in die Teamleitung. Wer Erfahrung mit Sicherheitsnormen hat, ist besonders gesucht.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik, Technischer Informatik oder Elektrotechnik mit einer Regelstudienzeit von sechs bis sieben Semestern, häufig ergänzt durch einen Master. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder zum Elektroniker mit anschließender Spezialisierung auf hardwarenahe Programmierung in den Beruf.
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