Sachbearbeiter Auftragsabwicklung - Dispo / Logistik (m/w/d)
Durch die leidenschaftliche Umsetzung einer Idee ist in den letzten Jahren ein dynamisch wachsendes Unternehmen für Eink...
Sachbearbeiter in der Auftragsabwicklung begleiten Kundenaufträge von der Bestellung bis zur Rechnung: Sie erfassen Aufträge im ERP-System, stimmen Liefertermine ab und klären Rückfragen von Kunden, Lager und Vertrieb.
Ein großer Teil der Tätigkeit läuft am Bildschirm und am Telefon ab, also Aufträge erfassen, Bestätigungen versenden, Rechnungen erstellen und Kundenanfragen beantworten, und lässt sich daher grundsätzlich von zu Hause erledigen, sofern ein sicherer Zugang zum ERP-System besteht. Anwesenheit verlangen Aufgaben mit Papierbelegen, die direkte Abstimmung mit Lager und Versand oder die Prüfung von Retouren vor Ort. In vielen Unternehmen ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche inzwischen in Teilen üblich, häufig erst nach der Einarbeitung; überwiegend oder ganz von zu Hause zu arbeiten ist eher die Ausnahme und kommt vor allem bei Dienstleistern, Onlinehändlern und großen Konzernen mit digitalisierten Abläufen vor. In kleineren Industrie- und Handelsbetrieben wird dagegen oft Präsenz erwartet, weil die Wege zur Logistik kurz sein sollen. Wer von zu Hause arbeitet, braucht eine stabile Internetverbindung, ein Headset und einen ruhigen Arbeitsplatz, muss während fester Kernzeiten erreichbar sein und Kunden- sowie Preisdaten vertraulich behandeln.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 4.000 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.100 € | 4.900 € | 49.200 € |
Das Gehalt hängt vor allem von der Branche und der Tarifbindung ab: In der Metall- und Elektroindustrie (Tarifverträge der IG Metall nach ERA) oder der Chemie (Bundesentgelttarifvertrag Chemie) liegt es deutlich höher als bei kleineren Dienstleistern ohne Tarif, im Groß- und Außenhandel gelten die regionalen Tarifverträge des Handels. Zusätzlich wirken Betriebsgröße, SAP-Kenntnisse und Verantwortung für Exportgeschäfte oder Großkunden spürbar auf die Vergütung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht der Weg eines Auftrags durch das Unternehmen. Eingehende Bestellungen per E-Mail, EDI, Webshop oder Telefon werden geprüft und im ERP-System angelegt, etwa in SAP, Microsoft Dynamics oder einer Branchensoftware. Dazu gehört der Abgleich mit Angeboten, Preislisten und Rahmenverträgen, die Prüfung der Verfügbarkeit und die Abstimmung von Lieferterminen mit Lager, Produktion oder Disposition. Anschließend gehen Auftragsbestätigungen an den Kunden, Lieferscheine und Versandpapiere werden vorbereitet, später Rechnungen oder Gutschriften erstellt. Ein großer Teil des Tages besteht aus Kommunikation: Kunden fragen nach dem Lieferstatus, der Vertrieb braucht Auskünfte, Spediteure melden Verzögerungen. Hinzu kommen Reklamationen, Retouren, Stammdatenpflege und kleinere Auswertungen. In Dienstleistungsbetrieben geht es statt um Waren häufig um Serviceaufträge, Einsatztermine von Technikern oder Vertragsleistungen, die terminiert und abgerechnet werden.
Der übliche Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, am häufigsten Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Eine geschützte Berufsbezeichnung gibt es nicht, deshalb gelingt der Quereinstieg vergleichsweise oft, etwa aus dem Kundenservice, der Logistik oder dem Einzelhandel. Arbeitgeber erwarten dann Erfahrung mit Warenwirtschafts- oder ERP-Systemen und sicheren Umgang mit Excel. Für Unternehmen mit Auslandskunden sind gute Englischkenntnisse, teils Kenntnisse in Zoll- und Exportabwicklung gefragt. Weiterbildungen zum Fachwirt oder Kurse in SAP SD verbessern die Chancen.
Die Arbeit ist kleinteilig und verzeiht wenig Ungenauigkeit: Ein falscher Preis oder eine vertauschte Artikelnummer zieht Reklamationen und Nacharbeit nach sich. Gleichzeitig laufen viele Vorgänge parallel, und Unterbrechungen durch Anrufe und Rückfragen gehören zum Alltag. Zum Monatsende, vor Feiertagen oder bei Lieferengpässen steigt der Druck deutlich, weil Kunden ungeduldig werden und intern Lösungen gefunden werden müssen, für die die Sachbearbeitung selbst keine Entscheidungsbefugnis hat. Die Arbeitszeiten sind meist regelmäßig, doch viele Betriebe verlangen feste Erreichbarkeit während der Geschäftszeiten, teils im Schichtmodell oder mit Spätdiensten, wenn Kunden in anderen Zeitzonen sitzen. Wer gerne eigenständig Themen gestaltet, empfindet die Tätigkeit manchmal als eintönig, da sich die Abläufe stark wiederholen.
Auftragsabwicklung wird in nahezu jedem Unternehmen gebraucht, das Waren oder Leistungen verkauft, entsprechend breit ist die Nachfrage. Zugleich verändert die Automatisierung den Beruf: Elektronischer Datenaustausch und automatische Belegerfassung übernehmen einfache Erfassungsarbeit. Gefragt bleiben Fachkräfte, die Ausnahmen klären, Systeme gut kennen und mit Kunden umgehen können. Entwicklungswege führen zur Teamleitung der Auftragsabwicklung, in den Innendienst des Vertriebs, in Disposition und Einkauf oder als Key User in ERP-Projekte.
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, mit Abschluss vor der IHK. Quereinsteiger mit Erfahrung im Kundenservice oder in der Logistik und ERP-Kenntnissen werden ebenfalls häufig eingestellt.
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