Regionalreferent Gesundheit und Vertrieb (m/w/d)
Die BKK firmus zählt zu den erfolgreichsten Krankenkassen Deutschlands und wurde als "TOP"-Arbeitgeber ausgezeichnet. Mi...
Regionalreferenten für Gesundheit und Vertrieb betreuen für eine Krankenkasse oder einen Versicherer Firmenkunden, Vertriebspartner und Interessenten in einem festen Gebiet. Sie verbinden den Verkauf von Versicherungs- und Gesundheitsleistungen mit Beratung zu Prävention und betrieblichem Gesundheitsmanagement.
Von zu Hause lassen sich Terminvereinbarungen, Telefonakquise, Angebotserstellung, Dokumentation im CRM-System und die Vorbereitung von Präsentationen erledigen. Firmenbesuche, Gesundheitstage, Messen und Maklertermine verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort und machen in den meisten Stellen den größeren Teil der Arbeit aus. Verbreitet ist bei diesem Beruf das sogenannte Homeoffice als Dienstsitz: Wer in der Region wohnt, startet die Touren von zu Hause und arbeitet dort an den Bürotagen, eine Geschäftsstelle gibt es oft nur weiter entfernt. Das ist ein Arbeiten von zu Hause aus, aber kein Arbeiten überwiegend zu Hause; ganz von zu Hause ist der Beruf nicht auszuüben. Wie viele Bürotage im Monat tatsächlich anfallen, unterscheidet sich stark zwischen Arbeitgebern und lässt sich nicht verlässlich verallgemeinern. Zum Alltag gehören ein Dienstwagen, ein Laptop mit gesichertem Zugang und die Pflicht, Kunden- und Gesundheitsdaten zu Hause vor dem Zugriff Dritter zu schützen, dazu regelmäßige Teamtreffen in der Regionaldirektion.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.800 € | 4.400 € | 45.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.900 € | 4.500 € | 5.400 € | 54.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.700 € | 5.500 € | 6.800 € | 66.000 € |
Bei gesetzlichen Krankenkassen richtet sich das Gehalt nach Haustarifen wie dem Tarifvertrag der AOK, dem BKK-Tarifvertrag oder dem Tarifvertrag der Ersatzkassen, bei privaten Versicherern nach dem Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe. Den größten Unterschied macht der variable Anteil aus Vertriebszielen, der bei privaten Versicherern meist höher ausfällt, dazu kommt häufig ein auch privat nutzbarer Dienstwagen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Die Stelle verbindet zwei Aufgaben, die in Versicherungen, vor allem in gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, oft zusammengelegt werden: Vertrieb und Gesundheitsförderung. Regionalreferenten sind für ein festes Gebiet zuständig, etwa einen Landkreis oder mehrere Postleitzahlenbereiche. Sie besuchen Unternehmen, stellen dort Angebote zum betrieblichen Gesundheitsmanagement vor, planen Gesundheitstage, Rückenkurse oder Stressseminare und organisieren externe Trainer dafür. Über diesen Kontakt sollen neue Mitglieder oder Verträge entstehen, etwa in der betrieblichen Krankenversicherung. Dazu kommen Messen, Ausbildungsbörsen und Termine an Hochschulen, bei denen Berufseinsteiger als Mitglieder gewonnen werden sollen. Bei privaten Versicherern betreuen Regionalreferenten häufig Makler und Vertriebspartner, schulen sie zu Produkten und unterstützen bei größeren Firmenanfragen. Ein spürbarer Teil der Arbeit ist Verwaltung: Termine im CRM-System dokumentieren, Angebote erstellen, Fördermittel für Präventionsmaßnahmen abrechnen, Berichte über Abschlusszahlen schreiben.
Eine eigene Ausbildung zu diesem Beruf gibt es nicht. Viele kommen aus einer kaufmännischen Ausbildung im Haus, bei Krankenkassen meist als Sozialversicherungsfachangestellte, bei privaten Versicherern als Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre. Ein zweiter Weg führt über ein Studium im Bereich Gesundheitsmanagement, Gesundheitsförderung, Sportwissenschaft oder Betriebswirtschaft. Quereinsteiger aus dem Außendienst anderer Branchen, aus Fitnessstudios oder der Physiotherapie werden eingestellt, wenn sie Vertriebserfahrung mitbringen, und dann intern in Sozialversicherungsrecht und Produkte eingearbeitet. Weiterbildungen zum Fachwirt für Versicherungen oder zum BGM-Berater verbessern die Aufstiegschancen.
Der Beruf ist Außendienst. Ein großer Teil der Arbeitszeit vergeht im Auto, je nach Gebiet mit langen Strecken, und Gesundheitstage oder Messen fallen gelegentlich auf frühe Morgenstunden, Abende oder Wochenenden. Hinzu kommen Vertriebsziele: Neukunden, Mitgliederzahlen oder Vertragsabschlüsse werden gemessen, oft mit einem variablen Gehaltsanteil. Wer ungern aktiv auf Unternehmen zugeht, Absagen schlecht verträgt oder Kaltakquise am Telefon scheut, tut sich schwer. Gleichzeitig verlangt die Beratung zu Prävention fachliche Glaubwürdigkeit; reine Verkäufer stoßen bei Personalabteilungen schnell an Grenzen. Selbstorganisation ist nötig, weil Regionalreferenten ihre Woche weitgehend selbst planen und die Kollegen meist nur bei Teamtreffen sehen.
Krankenkassen stehen im Wettbewerb um Mitglieder, und das betriebliche Gesundheitsmanagement hat durch das Präventionsgesetz und den Fachkräftemangel an Gewicht gewonnen. Die Nachfrage nach Regionalreferenten ist daher stabil, allerdings verändern Fusionen von Kassen und Umstrukturierungen im Vertrieb immer wieder Gebietszuschnitte. Die Fluktuation ist wegen des Zieldrucks höher als im Innendienst. Entwicklungswege führen zur Teamleitung im Vertrieb, zur Leitung einer Region, in die Produktentwicklung oder in eine reine BGM-Beratung, auch bei externen Dienstleistern.
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten oder zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen mit anschließender Vertriebserfahrung. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Gesundheitsmanagement, Sportwissenschaft oder Betriebswirtschaft, meist sechs bis sieben Semester, in den Beruf. Quereinsteiger mit Vertriebserfahrung werden intern eingearbeitet.
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