Referent Steuern (m/w/d)
Mit Standorten in rund 45 Ländern sind wir eines der größten Dienstleistungsunternehmen der Welt und die Nummer 1 im Cat...
Referenten Steuern arbeiten in der Steuerabteilung von Unternehmen und betreuen dort Steuererklärungen, Steuerbilanzen, Betriebsprüfungen und steuerliche Fragen aus dem laufenden Geschäft. Typisch sind Industriekonzerne und größere Mittelständler, oft mit internationalen Tochtergesellschaften.
Ein großer Teil der Arbeit – Erklärungen erstellen, Steuerbilanzen ableiten, Verträge prüfen, Stellungnahmen schreiben – lässt sich am Rechner erledigen, sofern ein sicherer Zugang zum ERP-System und zur Steuersoftware besteht. In vielen Unternehmenssteuerabteilungen ist mobiles Arbeiten an zwei bis drei Tagen pro Woche üblich, in Industriebetrieben mit ausgeprägter Präsenzkultur teils auch nur an einzelnen Tagen. Ganz von zu Hause arbeitende Referenten sind die Ausnahme, weil Besprechungen mit Fachabteilungen, Abschlussphasen und Betriebsprüfungen, bei denen Prüfer oft im Haus sitzen, Anwesenheit verlangen. Erwartet wird in der Regel Erreichbarkeit zu Kernzeiten, gerade in Fristwochen, und ein Arbeitsplatz, an dem vertrauliche Finanz- und Steuerdaten nicht von Dritten eingesehen werden können. Wie viel Homeoffice im Einzelfall möglich ist, hängt stark von der Betriebsvereinbarung und der Haltung der Abteilungsleitung ab.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.200 € | 5.000 € | 6.000 € | 60.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.500 € | 6.500 € | 8.000 € | 78.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.000 € | 8.500 € | 11.000 € | 102.000 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von Unternehmensgröße, Internationalität und dem Steuerberaterexamen ab; Konzernsteuerabteilungen zahlen deutlich mehr als kleinere Mittelständler. In der Metall- und Elektroindustrie gelten bei Tarifbindung die Entgeltrahmentarifverträge (ERA) der IG Metall, Referenten werden dort aber häufig außertariflich mit frei verhandeltem Gehalt und teils variabler Vergütung eingestuft.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Referent Steuern ist der steuerliche Fachmann im Unternehmen, nicht in der Kanzlei. Er erstellt oder prüft die Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärungen der Gesellschaften im Konzern, leitet aus der Handelsbilanz die Steuerbilanz ab und berechnet latente Steuern für den Jahres- und Konzernabschluss. Dazu kommen die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen, die Pflege steuerlicher Stammdaten im ERP-System und die Abstimmung mit externen Steuerberatern. In Industrieunternehmen, etwa der Elektrotechnik oder Feinmechanik, spielen Verrechnungspreise zwischen Konzerngesellschaften, Zoll- und Umsatzsteuerfragen bei grenzüberschreitenden Lieferungen sowie Forschungszulage und Quellensteuern eine große Rolle. Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist Beratung im Haus: Einkauf, Vertrieb oder Controlling fragen nach, wie ein Vertrag, eine Lieferkette oder eine Umstrukturierung steuerlich zu behandeln ist. Bei Betriebsprüfungen bereitet der Referent Unterlagen auf, beantwortet Prüfungsanfragen und begleitet Gespräche mit dem Finanzamt. Hinzu kommen Tax-Compliance-Aufgaben wie die Dokumentation interner Kontrollen und die Umsetzung neuer Meldepflichten.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften, des Steuerrechts oder der Rechtswissenschaften mit steuerlichem Schwerpunkt, häufig ergänzt durch einige Jahre Berufserfahrung in einer Steuerberatungs- oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Ein zweiter verbreiteter Weg führt über eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten und die Fortbildung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter. Das Steuerberaterexamen ist für viele Stellen keine Pflicht, wird bei anspruchsvolleren Positionen aber gern gesehen und erleichtert den Aufstieg. Absolventen der Finanzverwaltung, etwa Diplom-Finanzwirte, wechseln ebenfalls in Unternehmenssteuerabteilungen. Ein Quereinstieg ohne steuerliche Vorbildung ist kaum möglich.
Die Arbeit folgt einem festen Kalender aus Abgabefristen, Monats- und Jahresabschlüssen. In den Wochen des Abschlusses und vor Erklärungsfristen fallen regelmäßig Überstunden an, ebenso während Betriebsprüfungen. Verlangt werden genaues Arbeiten, sicherer Umgang mit Steuergesetzen, Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen sowie die Bereitschaft, sich laufend fortzubilden, weil sich Vorschriften häufig ändern. In internationalen Unternehmen sind gute Englischkenntnisse nötig, da Abstimmungen mit ausländischen Gesellschaften und der Konzernzentrale meist auf Englisch laufen. Schwer fällt manchen, dass steuerliche Anforderungen im Haus nicht immer beliebt sind: Der Referent muss Fachabteilungen bremsen oder Nachweise einfordern und dabei verständlich erklären, warum. Fehler können zu Nachzahlungen und Zinsen führen, die Verantwortung ist entsprechend spürbar.
Die Nachfrage nach steuerlich qualifizierten Fachkräften ist hoch, Unternehmen wie Kanzleien suchen gleichermaßen. Zunehmende Meldepflichten, die globale Mindestbesteuerung, E-Rechnung und digitale Prüfungsmethoden der Finanzverwaltung vergrößern den Bedarf eher. Gefragt sind besonders Kenntnisse in Verrechnungspreisen, internationalem Steuerrecht und Tax Technology. Entwicklungswege führen zum Senior-Referenten, zum Teamleiter oder Leiter der Steuerabteilung, in Spezialistenrollen etwa für Verrechnungspreise oder Zoll, oder nach bestandenem Steuerberaterexamen zurück in die Beratung.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium mit steuerlichem Schwerpunkt von drei bis fünf Jahren, gefolgt von einigen Jahren Praxis in Beratung oder Unternehmen. Alternativ führt die dreijährige Ausbildung zum Steuerfachangestellten mit anschließender Fortbildung zum Steuerfachwirt in den Beruf. Das Steuerberaterexamen ist optional, verbessert aber die Aufstiegschancen deutlich.
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Referenznummer: 17980 - Einsatzort: Stuttgart - Unternehmen: LBBW - Funktionsbereich: Finanzen - Vollzeit / Teilzeit: 10...
Bilanzbuchhalter verantworten das Rechnungswesen eines Unternehmens oder betreuen es für Mandanten: von der laufenden Buchführung über Monats- und Quartalsabschlüsse bis zur Erstellung von Jahresabschlüssen nach HGB, teils auch nach IFRS.
Referenten im Rechnungswesen erstellen und verantworten Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse, klären Bilanzierungsfragen nach HGB und oft auch IFRS und begleiten die Abschlussprüfung. Sie arbeiten vor allem in Banken, Versicherungen und größeren Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Buchhaltung, Fachabteilungen und Wirtschaftsprüfern.
Steuerberater beraten Unternehmen und Privatpersonen in steuerlichen Fragen, erstellen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse und vertreten Mandanten gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten. Der Beruf setzt eine staatliche Prüfung und die Bestellung durch die Steuerberaterkammer voraus.
Steuerfachwirte sind fortgebildete Fachkräfte in Steuerkanzleien und Steuerabteilungen, die Jahresabschlüsse und Steuererklärungen weitgehend eigenständig erstellen, Mandate betreuen und den Steuerberater fachlich entlasten.
Tax Manager verantworten in Steuerberatungsgesellschaften oder in der Steuerabteilung von Unternehmen die steuerlichen Pflichten und Gestaltungsfragen von Unternehmen. Sie bereiten Steuererklärungen vor oder prüfen sie, begleiten Betriebsprüfungen und beraten zu Umsatzsteuer, Ertragsteuern und internationalen Sachverhalten.
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