Werkstudent Qualitätsmanagement (m/w/d) – ab sofort
Werkstudent Qualitätsmanagement (m/w/d) – ab sofort Bereich: Quality Management Standort: Unterstadion bei Ehingen / Don...
Fachleute im Qualitätsmanagement sorgen dafür, dass Produkte und Abläufe festgelegte Anforderungen, Normen und gesetzliche Vorgaben erfüllen. In der Lebensmittelindustrie geht es vor allem um Lebensmittelsicherheit, Hygiene und die Vorbereitung auf Zertifizierungsaudits.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Spezifikationen und Verfahrensanweisungen schreiben, Lieferantenfragebögen auswerten, Reklamationen bearbeiten, Audits vorbereiten und Schulungsunterlagen erstellen. Hygienebegehungen, interne Audits, Probenahmen, Chargenfreigaben und die Klärung von Abweichungen an der Linie verlangen dagegen Anwesenheit im Betrieb, ebenso Zertifizierungs- und Kundenaudits. In produzierenden Lebensmittelbetrieben ist Homeoffice deshalb meist nur an einzelnen Tagen pro Woche üblich, oft erst nach der Einarbeitung, und in kleineren Betrieben teils gar nicht vorgesehen. Überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten eher Beschäftigte in zentralen QM-Abteilungen größerer Unternehmen, in der Lieferantenqualität des Handels oder in der Beratung, wobei auch dort Reisen zu Audits dazugehören. Wer von zu Hause arbeitet, braucht Zugriff auf das Dokumentenmanagementsystem, muss bei Reklamationen und Rückrufen schnell erreichbar sein und mit vertraulichen Rezepturen und Kundendaten sorgfältig umgehen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.800 € | 4.300 € | 45.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 5.800 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.300 € | 6.300 € | 8.000 € | 75.600 € |
Das Gehalt hängt stark von Branche und Betriebsgröße ab: In der Lebensmittelindustrie liegt es meist unter dem Niveau von Pharma, Chemie oder Automobilzulieferern, große Hersteller und Handelskonzerne zahlen mehr als kleine Familienbetriebe. Wo Tarifbindung besteht, gelten in der Ernährungsindustrie die regionalen Tarifverträge der NGG, in Chemie und Pharma die der IG BCE; Leitungsfunktionen werden häufig außertariflich vergütet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Qualitätsmanagement wird festgelegt, wie ein Betrieb arbeitet, und überprüft, ob er sich daran hält. In der Lebensmittelindustrie heißt das konkret: HACCP-Konzepte erstellen und pflegen, Spezifikationen für Rohwaren und Endprodukte schreiben, Lieferanten bewerten und auditieren, Kundenreklamationen auswerten und Ursachen in der Produktion nachgehen. Dazu kommen interne Audits, Hygienebegehungen, Probenpläne für das Labor, Schulungen für Mitarbeitende in der Produktion und die Vorbereitung auf Zertifizierungen nach IFS Food, BRCGS, FSSC 22000 oder ISO 9001. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation: Prüfprotokolle, Verfahrensanweisungen, Abweichungsberichte, Rückverfolgbarkeitstests. Kommt es zu einem Fremdkörperfund, einer Kontamination oder einem Rückruf, koordiniert das Qualitätsmanagement die Maßnahmen und hält Kontakt zu Kunden aus dem Handel und zur Lebensmittelüberwachung.
Einen geschützten Ausbildungsberuf gibt es nicht. In der Lebensmittelbranche ist ein Studium der Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelchemie, Oecotrophologie oder eines verwandten Fachs der häufigste Weg. Ebenso verbreitet ist der Aufstieg aus der Praxis: nach einer Ausbildung etwa als Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Milchtechnologe oder Lebensmittelkontrolleur, oft mit anschließender Weiterbildung zum staatlich geprüften Lebensmitteltechniker. Ergänzend werden Zertifikatslehrgänge erwartet, etwa Qualitätsbeauftragter oder Qualitätsmanager bei DGQ oder TÜV, dazu Schulungen zu HACCP und zu den jeweiligen Standards. Quereinsteiger aus anderen Branchen bringen Methodenwissen mit, müssen sich aber in Lebensmittelrecht und Hygiene einarbeiten.
Die Rolle sitzt zwischen Produktion, Einkauf, Vertrieb und Geschäftsleitung. Wer Abweichungen meldet oder eine Charge sperrt, verursacht Kosten und muss das gegenüber Kollegen vertreten, die unter Zeitdruck stehen. Vor Zertifizierungsaudits und bei Kundenaudits des Handels ballt sich die Arbeit, Fehler werden dort sichtbar. Reklamationen und Rückrufe kommen ohne Vorwarnung und verlangen schnelle Entscheidungen, auch außerhalb der Kernarbeitszeit; in manchen Betrieben gibt es Rufbereitschaft. In der Produktion gelten Hygienekleidung, Kälte oder Lärm, je nach Betrieb auch Schichtbetrieb, der Präsenz zu frühen oder späten Zeiten verlangt. Die Menge an Dokumentation wird oft unterschätzt. Gefragt sind Genauigkeit, Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, Normtexte in verständliche Anweisungen zu übersetzen.
Die Nachfrage ist stabil. Der Handel verlangt von Lieferanten Zertifizierungen, die Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Allergenmanagement und Nachhaltigkeitsnachweise wachsen, und viele mittelständische Hersteller suchen Personal mit Erfahrung in IFS-Audits. Nach einigen Jahren führt der Weg zur Leitung des Qualitätsmanagements, in die Lieferantenqualität eines Handelsunternehmens, in Regulatory Affairs oder in eine Tätigkeit als Auditor bei einer Zertifizierungsstelle. Diese Auditorentätigkeit ist allerdings mit viel Reisetätigkeit verbunden. Auch die Selbstständigkeit als Berater für kleinere Betriebe ist ein verbreiteter Weg.
Üblich ist ein Bachelorstudium von etwa drei bis dreieinhalb Jahren in Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelchemie oder einem verwandten Fach. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung, etwa zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik, mit anschließender Weiterbildung zum staatlich geprüften Lebensmitteltechniker in den Beruf. Zertifikatslehrgänge zum Qualitätsbeauftragten oder Qualitätsmanager bei DGQ oder TÜV dauern einige Wochen bis Monate und werden häufig berufsbegleitend absolviert.
Werkstudent Qualitätsmanagement (m/w/d) – ab sofort Bereich: Quality Management Standort: Unterstadion bei Ehingen / Don...
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir eine/n: Werkstudent (m/w/d) Qualitätsmanagement – Spezifikationsmanagement &...
Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.