Senior Projektmanager Hochbau (m|w|d)
Die Obermeyer Gruppe ist eine führende, unabhängige deutsche Planungsgesellschaft und seit über 60 Jahren Experte für G...
Projektmanager im Hochbau steuern Bauvorhaben wie Wohnanlagen, Bürogebäude oder Schulen über Termine, Kosten und Qualität hinweg, koordinieren Planer, Nachunternehmer und Bauherren und tragen die wirtschaftliche Verantwortung für das Projekt.
Ein Teil der Arbeit lässt sich von zu Hause erledigen: Terminpläne fortschreiben, Kosten verfolgen, Ausschreibungen und Verträge vorbereiten, Nachträge prüfen, Protokolle schreiben und Abstimmungen per Videokonferenz führen. Baustellenbegehungen, Baubesprechungen, Abnahmen und Mängelklärungen vor Ort verlangen dagegen Anwesenheit, ebenso viele Termine mit Bauherren und Behörden. Homeoffice ist im Beruf in Teilen üblich, meist an ein bis zwei Tagen pro Woche und abhängig von der Projektphase; in der Ausführung ist der Anteil geringer als in Planung und Vergabe. Stellen, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt werden, sind die Ausnahme und finden sich eher in der Projektsteuerung, im Controlling oder bei überregionalen Bauherren. Wer zu Hause arbeitet, braucht einen ruhigen Arbeitsplatz mit großem Bildschirm für Pläne, sicheren Zugang zu Projektplattformen und muss für Baustelle und Nachunternehmer telefonisch gut erreichbar bleiben.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.400 € | 5.000 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.600 € | 6.600 € | 67.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.000 € | 7.200 € | 9.000 € | 86.400 € |
Bei tarifgebundenen Baufirmen gilt der Gehaltstarifvertrag für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes, im öffentlichen Dienst der TVöD oder TV-L; bei Ingenieurbüros und Projektentwicklern wird meist frei verhandelt. Am stärksten hängt das Gehalt von Betriebsgröße, Projektvolumen und Verantwortung ab, große Generalunternehmer zahlen oft mehr und gewähren häufig einen Dienstwagen, der in den Werten nicht enthalten ist.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Projektmanager im Hochbau hält ein Bauvorhaben von der Vergabe bis zur Übergabe zusammen. Er stellt Terminpläne auf und fortlaufend um, überwacht das Budget, prüft Kostenschätzungen und Abrechnungen und verhandelt Nachträge mit Nachunternehmern. Er bereitet Ausschreibungen vor, wertet Angebote aus und schließt Verträge. Auf der Baustelle leitet er Baubesprechungen, prüft den Baufortschritt, klärt Mängel mit Bauleitung und Polier und nimmt Leistungen ab. Dazwischen stehen Abstimmungen mit Architekten, Fachplanern für Statik und Haustechnik, Behörden und dem Bauherrn. Je nach Arbeitgeber liegt der Schwerpunkt unterschiedlich: Bei einem Bauunternehmen geht es um die Wirtschaftlichkeit der eigenen Leistung, bei einem Projektsteuerungsbüro oder Bauherrn um die Interessen des Auftraggebers gegenüber den ausführenden Firmen.
Der übliche Weg führt über ein Studium des Bauingenieurwesens, der Architektur oder des Wirtschaftsingenieurwesens mit Bauschwerpunkt, meist als Bachelor mit sechs bis sieben Semestern, häufig ergänzt durch einen Master. Direkt nach dem Studium beginnen die meisten als Bauleiter oder Projektingenieur und übernehmen nach einigen Jahren die Gesamtverantwortung für Projekte. Ein Quereinstieg ist für staatlich geprüfte Bautechniker oder Meister im Bauhandwerk möglich, die über Jahre Erfahrung in der Bauleitung gesammelt haben. Weiterbildungen in Projektmanagement, etwa nach IPMA oder PMI, in Vertragsrecht nach VOB und BGB oder in BIM-gestützter Planung verbessern die Chancen.
Der Beruf steht unter dauerhaftem Termin- und Kostendruck. Verzögerungen durch Lieferengpässe, Wetter oder fehlende Planunterlagen müssen aufgefangen werden, oft kurzfristig. Wer Projekte leitet, vermittelt zwischen Parteien mit gegensätzlichen Interessen und muss Konflikte über Nachträge, Mängel oder Verzug aushalten und sachlich verhandeln. Die Verantwortung ist hoch, Fehler in Verträgen oder Kalkulation kosten schnell viel Geld. Arbeitszeiten über die vertragliche Wochenarbeitszeit hinaus sind besonders vor Fertigstellungsterminen verbreitet. Wer mehrere Baustellen betreut oder für einen überregional tätigen Konzern arbeitet, ist viel im Auto unterwegs, teils mit Übernachtungen. Hinzu kommt eine beträchtliche Menge an Dokumentation, Schriftverkehr und Protokollen, die neben dem Tagesgeschäft erledigt werden will.
Die Nachfrage nach erfahrenen Projektmanagern im Hochbau ist anhaltend hoch, weil viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen und zu wenige Bauingenieure nachkommen. Konjunkturelle Schwankungen wirken sich aus: Der Wohnungsneubau reagiert stark auf Zinsen und Förderbedingungen, während Sanierung, energetische Modernisierung sowie öffentliche Bauten wie Schulen und Kliniken stabiler nachgefragt werden. Entwicklungswege führen zum Oberbauleiter, Niederlassungs- oder Bereichsleiter, in die Projektsteuerung auf Bauherrenseite, in die Projektentwicklung oder in die Selbstständigkeit als Projektsteuerer. Kenntnisse in digitaler Planung mit BIM und im nachhaltigen Bauen gewinnen an Gewicht.
Üblich ist ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen oder in der Architektur mit sechs bis sieben Semestern, oft gefolgt von einem Master. Danach folgen in der Regel drei bis fünf Jahre als Bauleiter oder Projektingenieur, bevor die Gesamtverantwortung für Projekte übernommen wird.
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Wir stehen jeden Morgen dafür auf, eine lebenswerte Zukunft für nachfolgende Generationen zu schaffen. Je nach Projekt s...
Architekten entwerfen und planen Gebäude, erstellen Bauanträge und Ausführungspläne, schreiben Bauleistungen aus und überwachen die Ausführung auf der Baustelle. Die Berufsbezeichnung ist geschützt und setzt die Eintragung in die Architektenliste einer Landesarchitektenkammer voraus.
Bauingenieure planen, berechnen und überwachen Bauwerke wie Gebäude, Brücken, Straßen und Leitungsnetze. Sie arbeiten in Ingenieurbüros, Baufirmen und Behörden, je nach Stelle eher am Schreibtisch oder auf der Baustelle.
Bauleiter planen, steuern und überwachen die Ausführung von Bauvorhaben vor Ort. Sie sind für Termine, Kosten, Qualität und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verantwortlich und koordinieren Firmen, Planer und Bauherren.
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