Projektleiter SHK (w/d/m) für den Standort Oldenburg
Als EWE SERVICEPARTNER GmbH sind wir eine 100% Tochter des Oldenburger Energieversorgers EWE und nehmen Aufträge der EWE...
Projektleiter SHK steuern Aufträge in Sanitär, Heizung und Klima von der Kalkulation bis zur Abnahme. Sie planen Material, Personal und Termine, führen Monteure auf der Baustelle und halten Kosten und Qualität im Blick.
Von zu Hause lassen sich vor allem Kalkulation, Angebotsbearbeitung, Materialbestellungen, Prüfung von Aufmaßen und Rechnungen, Nachtragsschreiben und Teile der Terminplanung erledigen, sofern der Zugang zur Branchensoftware und zu den Projektunterlagen aus der Ferne eingerichtet ist. Baustellenbegehungen, Baubesprechungen, die Einweisung von Monteuren, Abnahmen und Inbetriebnahmen verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort, und sie machen einen großen Teil der Arbeit aus. Im Handwerk ist Homeoffice in diesem Beruf eher die Ausnahme; wo es angeboten wird, meist an einzelnen Tagen pro Woche oder für Bürotage zwischen den Baustellenterminen, häufiger in größeren Firmen der technischen Gebäudeausrüstung als in kleinen Betrieben. Eine Stelle, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt wird, ist in der Projektleitung kaum zu finden und eher in reinen Kalkulations- oder Arbeitsvorbereitungsrollen anzutreffen. Wer Homeoffice-Tage nutzt, muss telefonisch für Baustelle und Kunden erreichbar bleiben und kurzfristig rausfahren können, wenn vor Ort Probleme auftreten.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.100 € | 4.700 € | 49.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.200 € | 4.900 € | 5.700 € | 58.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 5.800 € | 7.000 € | 69.600 € |
Für das SHK-Handwerk gibt es regionale Tarifverträge der Landesinnungsverbände, Projektleiter werden aber häufig übertariflich oder außertariflich bezahlt, oft mit Dienstwagen und Projektprämien. Am stärksten hängt das Gehalt von der Betriebsgröße und dem Projektvolumen ab: Große Firmen der technischen Gebäudeausrüstung und Ingenieure mit Großprojekten liegen deutlich über kleinen Handwerksbetrieben.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Projektleiter SHK verantwortet Aufträge aus der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, vom Einfamilienhaus mit neuer Wärmepumpe bis zur haustechnischen Ausstattung eines Bürogebäudes oder Pflegeheims. Am Anfang steht meist die Prüfung von Leistungsverzeichnissen und Plänen, daraus entstehen Kalkulation und Angebot. Nach der Auftragsvergabe bestellt er Material, plant den Einsatz der Monteure, stimmt Termine mit Architekten, Fachplanern und anderen Gewerken ab und nimmt an Baubesprechungen teil. Auf der Baustelle kontrolliert er den Fortschritt, klärt technische Fragen vor Ort, prüft die Ausführung auf Normen und Vorschriften und dokumentiert Abweichungen. Ein großer Teil der Arbeit ist kaufmännisch: Aufmaße prüfen, Nachträge stellen und begründen, Abschlagsrechnungen schreiben, Kosten gegen das Budget verfolgen. Am Ende stehen Inbetriebnahme, Abnahme mit dem Bauherrn und die Übergabe der Dokumentation. In kleinen Handwerksbetrieben arbeitet der Projektleiter oft noch selbst mit oder vertritt den Inhaber, in größeren Firmen der technischen Gebäudeausrüstung betreut er mehrere Großprojekte parallel.
Der klassische Weg führt über eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und einige Jahre Praxis auf der Baustelle. Darauf folgt eine Weiterbildung zum Meister im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk oder zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Ein zweiter Weg ist ein Studium der Versorgungstechnik, Gebäudetechnik oder Energietechnik. Quereinsteiger aus verwandten Gewerken wie der Elektrotechnik oder aus Planungsbüros sind möglich, brauchen aber fundierte Kenntnisse der SHK-Technik und der VOB.
Der Beruf steht unter dauerhaftem Termin- und Kostendruck. Verzögerungen anderer Gewerke, Lieferengpässe und kurzfristige Planänderungen landen beim Projektleiter, der sie mit Bauherren, Planern und dem eigenen Team lösen muss. Konflikte um Nachträge und Mängel gehören zum Alltag. Die Arbeitszeiten richten sich nach dem Baufortschritt, vor Fertigstellungsterminen fallen Überstunden an, und durch Fahrten zwischen Büro und mehreren Baustellen ist der Tag oft lang. Auf der Baustelle herrschen Lärm, Staub und wechselnde Witterung, dazu kommen Begehungen über Gerüste und in Technikräume. Verlangt werden Führungsstärke gegenüber Monteuren und Subunternehmern, Verhandlungsgeschick, sicherer Umgang mit Kalkulations- und Branchensoftware sowie die Fähigkeit, viele Vorgänge gleichzeitig zu überblicken.
Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Wärmepumpen, energetische Sanierung, Lüftungsanlagen und barrierefreie Bäder sorgen für volle Auftragsbücher, während gleichzeitig Fachkräfte mit Führungserfahrung fehlen. Viele Betriebe suchen über längere Zeit nach geeigneten Projektleitern. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in der Übernahme größerer Projekte, der Bereichs- oder Niederlassungsleitung, einem Wechsel in Planungsbüros, zu Herstellern oder in das Facility Management. Mit Meisterbrief ist auch die Gründung oder Übernahme eines eigenen Betriebs möglich.
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK, gefolgt von Berufspraxis und einer Meister- oder Technikerweiterbildung, die in Vollzeit etwa ein bis zwei Jahre, berufsbegleitend länger dauert. Alternativ führt ein Bachelorstudium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik von meist sechs bis sieben Semestern in den Beruf, in der Regel mit einigen Jahren Einarbeitung in der Bauleitung.
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Bauleiter TGA steuern auf der Baustelle die Ausführung der technischen Gebäudeausrüstung, also Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und Gebäudeautomation. Sie koordinieren Monteure und Nachunternehmer, überwachen Termine, Kosten und Qualität und übergeben die fertigen Anlagen an den Bauherrn.
Ingenieure der Versorgungstechnik planen, berechnen und überwachen die technische Gebäudeausrüstung: Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und zunehmend Gebäudeautomation und erneuerbare Wärmeversorgung. Sie arbeiten meist in Ingenieurbüros, bei ausführenden Firmen, in der Industrie oder in Bauverwaltungen.
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