(Senior) Projektingenieur (m/w/d) TGA
GOLDBECK realisiert zukunftsweisende Immobilien. Wir verstehen Gebäude als Produkte und bieten alle Leistungen aus einer...
Projektingenieure für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) planen, steuern und überwachen die Haustechnik von Gebäuden, also Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und oft auch Elektro- und Gebäudeautomation. Sie verantworten Projekte von der Angebotsphase bis zur Abnahme, im ausführenden Anlagenbau ebenso wie im Planungsbüro.
Kalkulation, Planung in CAD oder BIM, Berechnungen, Ausschreibungsunterlagen, Nachtragsbearbeitung, Rechnungsprüfung und Dokumentation lassen sich grundsätzlich von zu Hause erledigen, sofern Fernzugriff auf die Projektserver und ausreichend leistungsfähige Hardware vorhanden sind. Baustellenbegehungen, Baubesprechungen, Aufmaße, Inbetriebnahmen und Abnahmen verlangen dagegen Anwesenheit vor Ort und machen je nach Projektphase einen erheblichen Teil der Arbeitszeit aus. In Ingenieurbüros und bei größeren Anlagenbauern ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche inzwischen in vielen Stellen üblich, im ausführenden Anlagenbau mit hohem Baustellenanteil eher seltener und stark von der Projektphase abhängig. Eine Stelle, die ganz oder überwiegend von zu Hause ausgeübt wird, ist in diesem Beruf die Ausnahme und kommt am ehesten in reinen Planungs- oder Kalkulationsfunktionen vor. Für den Alltag heißt das: Homeoffice-Tage müssen um Baustellentermine herum geplant werden, Erreichbarkeit für Bauleitung und Monteure wird auch zu Hause erwartet, und Pläne sowie Vertragsunterlagen der Bauherren unterliegen oft Vertraulichkeitsvereinbarungen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.400 € | 5.000 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.500 € | 6.400 € | 66.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.700 € | 8.000 € | 80.400 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von der Art des Arbeitgebers ab: Tarifgebundene Anlagenbauer zahlen nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie oder des SHK-Handwerks, im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen 11 bis 13, während viele Ingenieurbüros frei verhandeln und oft niedriger einsteigen. Projektverantwortung, Projektgröße und Region wirken zusätzlich, ebenso Dienstwagen und Prämien, die im ausführenden Anlagenbau verbreitet sind und hier nicht eingerechnet sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Projektingenieure TGA sorgen dafür, dass die technischen Anlagen eines Gebäudes geplant, gebaut und in Betrieb genommen werden: Heizungs- und Kälteanlagen, Lüftungs- und Klimatechnik, Trinkwasser- und Abwasserinstallationen, Sprinkleranlagen, häufig auch Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Im ausführenden Anlagenbau, wo viele Stellen angesiedelt sind, liegt der Schwerpunkt auf der Projektabwicklung. Dazu gehört, Leistungsverzeichnisse auszuwerten, Mengen und Kosten zu kalkulieren, Material und Nachunternehmer zu beauftragen, Montagepläne mit der Bauleitung abzustimmen, den Baufortschritt zu kontrollieren, Nachträge zu stellen und Rechnungen zu prüfen. In Ingenieurbüros überwiegt die Planung nach den Leistungsphasen der HOAI: Heiz- und Kühllastberechnungen, Rohrnetz- und Kanaldimensionierung, Schemata und Pläne in CAD oder BIM-Modellen, Ausschreibungen und die Objektüberwachung auf der Baustelle. In beiden Fällen gehören Baubesprechungen, Abstimmungen mit Architekten, Bauherren und anderen Gewerken sowie Inbetriebnahmen und Abnahmen zum Alltag.
Der übliche Weg ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Versorgungstechnik, Gebäude- und Energietechnik, Technischer Gebäudeausrüstung oder einem verwandten Fach des Maschinenbaus oder der Elektrotechnik. Ein Bachelor dauert meist sechs bis sieben Semester. Wer Maschinenbau ohne Gebäudetechnik-Schwerpunkt studiert hat, arbeitet sich in Normen, Regelwerke und Berechnungsverfahren der TGA ein, was einige Monate dauern kann. Quereinsteiger kommen auch über eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK oder Technischen Systemplaner, eine anschließende Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker und mehrere Jahre Berufspraxis in die Projektleitung, oft unter der Bezeichnung Projektleiter statt Projektingenieur. Erste Berufsjahre verbringen Einsteiger häufig als Projektassistenz oder unter Anleitung erfahrener Projektleiter.
Der Beruf steht dauerhaft unter Termin- und Kostendruck. Bauzeitenpläne verschieben sich, andere Gewerke verzögern sich, Bauherren ändern Anforderungen, und die Folgen landen beim Projektingenieur, der Mehrkosten belegen und Termine neu verhandeln muss. Mehrere Projekte parallel zu betreuen ist üblich. Gegen Projektende, vor Abnahmen und Übergaben, fallen regelmäßig Überstunden an. Baustellenbesuche bedeuten Fahrzeiten, teils auch Übernachtungen bei entfernten Projekten, sowie Arbeit in unfertigen Gebäuden, bei Kälte, Lärm und Staub. Verlangt werden technisches Verständnis, Sicherheit im Umgang mit Normen und Vertragsrecht nach VOB, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, sich gegenüber Bauleitern, Monteuren und Auftraggebern durchzusetzen. Wer Konflikte scheut oder klare, planbare Abläufe sucht, tut sich in der Projektabwicklung schwer.
Die Nachfrage ist hoch und seit Jahren größer als das Angebot an Fachkräften. Energetische Sanierung, Wärmepumpen, Gebäudeautomation und Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz sorgen für anhaltenden Bedarf, auch wenn der Neubau konjunkturell schwankt. Entwicklungswege führen zur Oberbauleitung, Abteilungs- oder Niederlassungsleitung, in die Fachplanung mit Schwerpunkt etwa auf Reinraum- oder Rechenzentrumstechnik, in die Bauherrenvertretung bei Immobilienunternehmen oder in den technischen Vertrieb von Herstellern. Mit Erfahrung ist auch die Selbstständigkeit als beratender Ingenieur oder Sachverständiger möglich.
Üblich ist ein Bachelorstudium in Versorgungs- oder Gebäudetechnik von sechs bis sieben Semestern, häufig ergänzt durch einen Master. Alternativ führt eine Ausbildung im SHK- oder Planungsbereich mit anschließender zweijähriger Technikerweiterbildung und mehrjähriger Berufspraxis in die Projektabwicklung.
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Wir planen nicht nur technische Anlagen, wir schaffen zukunftsfähige Lebensräume. Dabei verbinden wir konsequente Effizi...
Ingenieure der Versorgungstechnik planen, berechnen und überwachen die technische Gebäudeausrüstung: Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und zunehmend Gebäudeautomation und erneuerbare Wärmeversorgung. Sie arbeiten meist in Ingenieurbüros, bei ausführenden Firmen, in der Industrie oder in Bauverwaltungen.
Projektleiter Elektrotechnik verantworten elektrotechnische Projekte von der Kalkulation bis zur Abnahme, etwa in der Gebäudetechnik, im Anlagenbau oder in der Energieversorgung. Sie steuern Termine, Kosten und Qualität und koordinieren Monteure, Planer, Nachunternehmer und Auftraggeber.
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