Gas- und Wasserinstallateur (m/w/d) - Raum Breisgau-Hochschwarzwald
Wir bieten nicht nur einen krisensicheren Arbeitsplatz, sondern eine Tätigkeit von Bedeutung, bei der wir tagtäglich M...
Gas- und Wasserinstallateure verlegen, warten und reparieren Trinkwasser-, Abwasser- und Gasleitungen in Gebäuden und schließen Sanitärobjekte und Gasgeräte an. Der Beruf wird heute als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ausgebildet und findet fast vollständig auf Baustellen und bei Kunden vor Ort statt.
Homeoffice ist in diesem Beruf die Ausnahme, denn Montage, Reparatur, Wartung und Prüfung von Leitungen lassen sich nur vor Ort auf der Baustelle oder beim Kunden erledigen. Von zu Hause aus möglich sind allenfalls Teile der Büroarbeit wie Aufmaße auswerten, Angebote und Materiallisten erstellen, Montageberichte nachtragen oder Termine abstimmen – das betrifft vor allem Meister, Kundendienstleiter und Bauleiter und auch dort meist nur an einzelnen Tagen oder stundenweise. In manchen Kundendienststellen starten Monteure morgens direkt von zu Hause mit dem Firmenwagen zum ersten Einsatz und erledigen die Dokumentation per Tablet; das verkürzt Wege, ist aber kein Homeoffice im Sinne von Arbeit am Schreibtisch. Rufbereitschaft wird ebenfalls zu Hause verbracht, verlangt aber ständige Erreichbarkeit und schnelles Ausrücken. Wer im Wesentlichen von zu Hause arbeiten möchte, findet das eher in angrenzenden Tätigkeiten wie technischer Planung, Fachberatung im Innendienst eines Herstellers oder Kalkulation, die meist eine Weiterbildung voraussetzen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 4.100 € | 4.900 € | 49.200 € |
Im SHK-Handwerk gelten regionale Tarifverträge der Landesinnungsverbände mit der IG Metall, die nicht alle Betriebe anwenden; Region und Tarifbindung machen deshalb einen spürbaren Unterschied, ebenso Zulagen für Notdienst und Rufbereitschaft, die in den Werten nicht enthalten sind. Bei Stadtwerken und Versorgern nach TV-V oder TVöD sowie mit Meistertitel und Kundendienst- oder Bauleitung liegen die Gehälter meist im oberen Bereich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Gas- und Wasserinstallateure bauen die Leitungen, über die Gebäude mit Trinkwasser und Gas versorgt werden und über die Abwasser abfließt. Im Neubau verlegen sie Rohre aus Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff, setzen Vorwandelemente, montieren Waschtische, WCs, Duschen und Armaturen und schließen Warmwasserbereiter und Gasthermen an. In der Sanierung reißen sie alte Leitungen heraus, bauen Bäder um und passen Installationen an geltende Normen an. Ein großer Teil der Arbeit ist Kundendienst: Rohrbrüche beheben, verstopfte Abflüsse freimachen, undichte Gasleitungen prüfen, Trinkwasseranlagen auf Legionellen beproben lassen und Wartungen nach Plan erledigen. Zum Alltag gehören auch Dichtheitsprüfungen, Druckproben, das Ausfüllen von Prüfprotokollen und Montageberichten sowie Gespräche mit Kunden, Bauleitern und anderen Gewerken.
Die eigenständige Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur gibt es seit 2003 nicht mehr. Sie ist im Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aufgegangen, der dreieinhalb Jahre dauert und dual in Betrieb und Berufsschule stattfindet. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten einen Haupt- oder Realschulabschluss und solide Mathematikkenntnisse. Wer den alten Abschluss hat, führt die Berufsbezeichnung weiter. Quereinsteiger aus verwandten Metall- oder Bauberufen werden in vielen Betrieben als Helfer eingestellt und können über eine Externenprüfung den Gesellenbrief nachholen. Für Arbeiten an Gas- und Trinkwasseranlagen muss der Betrieb im Installateurverzeichnis des jeweiligen Versorgers eingetragen sein, was in der Regel einen Meister oder eine gleichwertige Qualifikation voraussetzt.
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Installateure knien unter Waschbecken, arbeiten in engen Schächten, Kellern und auf Leitern, tragen Rohre, Heizkessel und Sanitärkeramik und sind auf Rohbaustellen Staub, Kälte und Lärm ausgesetzt. Rückenprobleme und Knieschäden sind verbreitet. Bei Gasarbeiten ist Sorgfalt keine Frage des Stils, denn Fehler können lebensgefährlich sein. Arbeitszeiten beginnen früh, oft um sechs oder sieben Uhr. Viele Betriebe haben Notdienst und Rufbereitschaft am Abend, am Wochenende und an Feiertagen, im Winter häufen sich Einsätze. Termindruck entsteht, weil Kunden ohne Wasser nicht warten wollen und auf Baustellen nachfolgende Gewerke auf die Installation angewiesen sind. Wer im Kundendienst arbeitet, braucht einen Führerschein und muss mit verärgerten Kunden umgehen können.
Die Nachfrage ist hoch und anhaltend. Das SHK-Handwerk sucht seit Jahren Fachkräfte, viele Betriebe finden keine Gesellen und lehnen Aufträge ab. Sanierungsbedarf im Gebäudebestand, barrierefreie Bäder und der Umbau der Heiztechnik sorgen für Arbeit. Gleichzeitig verschiebt sich der Schwerpunkt: Gasanlagen werden in den kommenden Jahren seltener neu gebaut, Wärmepumpen, Trinkwasserhygiene und Regelungstechnik gewinnen an Gewicht. Wer sich hier weiterbildet, ist gefragt. Übliche Entwicklungswege sind der Meister im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk, die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik, die Tätigkeit als Kundendienstleiter oder Bauleiter, die Selbstständigkeit mit eigenem Betrieb oder ein Wechsel zu einem Versorger, Großhandel oder Hersteller.
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Die frühere Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur ist 2003 in diesem Beruf aufgegangen. Nach einigen Jahren Praxis führen Meisterprüfung oder Technikerschule zu Führungs- und Planungsaufgaben.
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