Executive Assistant (w/m/d)
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke[1]und Pharmaindustrie. Der 1881 gegr...
Executive Assistants unterstützen Geschäftsführung und Vorstand: Sie organisieren Termine und Reisen, bereiten Sitzungen vor, filtern Kommunikation und halten der Führungskraft im Tagesgeschäft den Rücken frei.
Kalenderpflege, E-Mail-Korrespondenz, Reiseplanung, Präsentationen, Protokolle und Abrechnungen lassen sich gut von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen dagegen der Empfang von Gästen, die Betreuung von Sitzungen und Veranstaltungen vor Ort, der Umgang mit Post und vertraulichen Papierunterlagen sowie die kurzfristige Abstimmung mit der Führungskraft, die in vielen Unternehmen selbst überwiegend im Büro ist. In größeren Unternehmen sind ein bis zwei Homeoffice-Tage pro Woche inzwischen verbreitet, oft gekoppelt an die Anwesenheitstage der Führungskraft; überwiegend oder ganz von zu Hause arbeiten angestellte Executive Assistants eher selten, am ehesten in internationalen oder verteilt arbeitenden Firmen und als selbstständige virtuelle Assistenz. Im Homeoffice gelten wegen der vertraulichen Inhalte strenge Vorgaben zu Datenschutz, gesichertem Zugang und abgeschirmtem Arbeitsplatz. Erwartet wird in der Regel hohe Erreichbarkeit über Telefon und Chat während der Kernzeiten, mitunter auch darüber hinaus.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.600 € | 4.300 € | 43.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.500 € | 5.500 € | 54.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.800 € | 7.500 € | 69.600 € |
Das Gehalt hängt vor allem von der Ebene der unterstützten Führungskraft, der Unternehmensgröße und der Branche ab: Vorstandsassistenzen in Banken, Beratungen und Konzernen in Frankfurt, München oder Hamburg liegen deutlich über Assistenzstellen im Mittelstand. Meist wird frei verhandelt; wo ein Tarif gilt, etwa der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie, der private Bankentarif oder der TVöD im öffentlichen Dienst, sind Assistenzstellen oft in den oberen Entgeltgruppen eingruppiert, Stellen auf Geschäftsleitungsebene aber häufig außertariflich vergütet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Ein Executive Assistant arbeitet einer oder wenigen Führungskräften direkt zu, meist der Geschäftsführung, dem Vorstand oder einer Bereichsleitung. Im Mittelpunkt steht der Kalender: Termine abstimmen, Konflikte auflösen, Puffer einplanen und kurzfristige Änderungen auffangen. Dazu kommen Geschäftsreisen mit Flügen, Hotels, Visa und Reisekostenabrechnung. Vor Sitzungen stellt der Executive Assistant Unterlagen zusammen, erstellt Präsentationen und Entscheidungsvorlagen, schreibt Protokolle und verfolgt die vereinbarten Aufgaben nach. Eingehende E-Mails und Anrufe werden gesichtet, beantwortet oder weitergeleitet, oft auf Englisch. In vielen Stellen gehören auch kleinere Projekte dazu, etwa die Organisation einer Klausurtagung, die Vorbereitung von Aufsichtsratssitzungen oder die Pflege von Berichten und Kennzahlen. Der Executive Assistant ist Anlaufstelle für Mitarbeitende, Kunden und Partner, die etwas von der Führungskraft wollen, und entscheidet dabei häufig mit, was dringend ist und was warten kann.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kauffrau oder Kaufmann für Büromanagement, und sammeln danach Erfahrung in Sekretariat oder Teamassistenz. Verbreitet sind Weiterbildungen zur geprüften Fachkraft für Büro- und Projektorganisation, zum Management-Assistenten oder zur Fremdsprachenkorrespondentin. Ein Teil der Stellen, besonders in internationalen Konzernen und Beratungen, wird mit Absolventen eines Studiums der Betriebswirtschaft, Sprachen oder International Management besetzt. Quereinstieg ist möglich, wenn Organisationserfahrung, sehr gutes Englisch und sicherer Umgang mit Office-Programmen nachweisbar sind; der direkte Einstieg auf Vorstandsebene ohne Assistenzerfahrung ist selten.
Der Takt wird von der Führungskraft vorgegeben. Wenn sich der Tag des Vorgesetzten verschiebt, verschiebt sich auch der eigene, und Rückfragen am Abend oder kurz vor Reiseantritt kommen vor. Feste Feierabende sind in vielen Stellen schwer einzuhalten, vor allem auf Vorstandsebene. Der Beruf verlangt Verschwiegenheit, denn Executive Assistants sehen Personalentscheidungen, Zahlen und Strategiepapiere vor allen anderen. Gefragt sind Diplomatie im Umgang mit unterschiedlichen Interessen, Belastbarkeit bei vielen gleichzeitigen Anfragen und die Fähigkeit, eigenständig zu priorisieren. Die Arbeit hängt stark vom Verhältnis zur Führungskraft ab: Passt die Zusammenarbeit nicht, wird die Stelle schnell zermürbend, und mit einem Wechsel an der Spitze kann sich auch die Assistenzstelle ändern oder entfallen. Die eigene Leistung bleibt oft unsichtbar, solange alles reibungslos läuft.
Assistenzkräfte mit Erfahrung auf Führungsebene und guten Sprachkenntnissen werden in großen Unternehmen, Beratungen, Kanzleien und Finanzhäusern laufend gesucht. Einfache Sekretariatsaufgaben werden zunehmend durch Software übernommen, während organisatorische und koordinierende Aufgaben eher wachsen. Entwicklungswege führen zur Assistenz höherer Ebenen, zur Leitung eines Vorstandsbüros, in die Rolle eines Office Managers oder in Richtung Projektmanagement und Chief of Staff. Daneben arbeiten manche selbstständig als virtuelle Assistenz für mehrere Auftraggeber.
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Büromanagement, gefolgt von einigen Jahren in Sekretariat oder Teamassistenz. Ergänzend werden häufig berufsbegleitende Weiterbildungen zur geprüften Management-Assistenz oder Fremdsprachenkorrespondenz absolviert, die je nach Anbieter einige Monate bis zwei Jahre dauern. Ein Teil der Stellen wird mit Absolventen eines Bachelorstudiums in Wirtschaft oder Sprachen besetzt.
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