Senior Event Manager (all gender)
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Event Manager planen, organisieren und betreuen Veranstaltungen wie Konferenzen, Messen, Firmenfeiern, Konzerte oder Sportereignisse – vom ersten Konzept über Budget und Dienstleister bis zur Abwicklung vor Ort und zur Nachbereitung.
Konzeption, Budgetplanung, Angebotsvergleiche, Korrespondenz mit Dienstleistern, Teilnehmermanagement und Abrechnung lassen sich gut von zu Hause erledigen, und viele Agenturen und Unternehmen erlauben dafür Homeoffice an einzelnen oder zwei bis drei Tagen pro Woche. Location-Besichtigungen, Kundentermine, Aufbau und die Veranstaltungen selbst verlangen dagegen Anwesenheit, oft auch auf Reisen, sodass Stellen ganz von zu Hause die Ausnahme sind – am ehesten bei rein planenden Rollen oder bei digitalen Eventformaten. In der Hochphase vor einem Event sind Präsenz im Büro und kurzfristige Einsätze vor Ort häufig, unabhängig von der vereinbarten Homeoffice-Regel. Wer von zu Hause arbeitet, muss telefonisch gut erreichbar sein, weil Dienstleister und Kunden schnelle Antworten erwarten, und braucht Zugriff auf Projekttools und Vertragsunterlagen. Feste Homeoffice-Tage lassen sich wegen der Veranstaltungstermine nicht immer einhalten, was für Menschen mit Betreuungs- oder Pflegeaufgaben eine echte Einschränkung sein kann.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.600 € | 6.000 € | 55.200 € |
Die meisten Stellen sind nicht tarifgebunden; Agenturen und Kulturveranstalter zahlen meist weniger als Eventabteilungen großer Unternehmen in Industrie, Pharma oder Finanzbranche. Bei städtischen Veranstaltungsbetrieben gilt oft der TVöD, in Hotels teils die regionalen DEHOGA-Tarifverträge; Überstunden werden in Agenturen häufig pauschal mit dem Gehalt abgegolten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Event Manager verantworten Veranstaltungen von der Idee bis zur Abrechnung. Am Anfang stehen das Briefing mit dem Auftraggeber, ein Konzept und ein Budget. Danach folgt die eigentliche Organisationsarbeit: Locations besichtigen und buchen, Angebote von Caterern, Technikfirmen, Künstlern und Sicherheitsdiensten einholen und vergleichen, Verträge verhandeln, Ablaufpläne und Regiebücher schreiben, Genehmigungen bei Behörden beantragen, Teilnehmermanagement und Ticketing aufsetzen. Ein großer Teil des Alltags besteht aus E-Mails, Telefonaten und Abstimmungsrunden mit vielen Beteiligten gleichzeitig.
Am Veranstaltungstag selbst sind Event Manager vor Ort: Sie koordinieren Aufbau, Personal und Dienstleister, halten den Zeitplan, lösen kurzfristige Probleme und sind Ansprechpartner für Kunden und Gäste. Nach dem Event kommen Abbau, Rechnungsprüfung, Abrechnung gegenüber dem Kunden und die Auswertung. Je nach Arbeitgeber liegt der Schwerpunkt auf Firmenveranstaltungen, Kongressen, Messen, Kultur- und Sportevents oder Hochzeiten und privaten Feiern.
Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Ein verbreiteter Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau oder zum Veranstaltungskaufmann. Daneben gibt es Bachelorstudiengänge in Event-, Tourismus- oder Kulturmanagement, oft an privaten Hochschulen oder dual. Viele kommen über einen Quereinstieg aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus, Marketing oder Assistenz in den Beruf und lernen über Projekte und Praktika. Weiterbildungen, etwa zum Fachwirt für Messe-, Tagungs- und Kongresswirtschaft oder Kurse zu Veranstaltungssicherheit und Versammlungsstättenverordnung, helfen beim Aufstieg. Praktische Erfahrung auf Veranstaltungen zählt bei Bewerbungen oft mehr als der Abschluss.
Der Beruf ist projektgetrieben und termingebunden: Ein Event lässt sich nicht verschieben, wenn etwas nicht fertig ist. Vor großen Veranstaltungen sind Überstunden üblich, und Veranstaltungen finden häufig abends, an Wochenenden und an Feiertagen statt. Die Saison ist ungleich verteilt, mit Spitzen im Frühjahr, Herbst und vor Weihnachten. Bei Messen, Tagungen und Incentive-Reisen gehören Dienstreisen und Übernachtungen außer Haus dazu. Auf der Veranstaltung selbst ist man viele Stunden auf den Beinen und muss unter Druck ruhig und freundlich bleiben, auch wenn Lieferanten ausfallen oder Kunden kurzfristig umplanen. Verlangt werden Organisationstalent, Belastbarkeit, Verhandlungsgeschick, sicherer Umgang mit Zahlen und Verträgen und meist gutes Englisch. In Agenturen ist die Fluktuation vergleichsweise hoch, unter anderem wegen der Arbeitszeiten.
Nach dem Einbruch während der Pandemie hat sich die Veranstaltungsbranche weitgehend erholt, die Nachfrage nach Fachkräften ist spürbar. Gleichzeitig reagiert die Branche empfindlich auf Konjunktur und Sparrunden in Unternehmen, weil Firmenevents schnell gestrichen werden. Hybride und digitale Formate haben das Aufgabenfeld erweitert, Kenntnisse in Streaming-Plattformen und Teilnehmermanagement-Software sind gefragt. Entwicklungswege führen zur Projekt- oder Teamleitung, zur Spezialisierung auf Kongresse, Messen oder Sportevents, in die interne Eventabteilung eines Unternehmens oder in die Selbstständigkeit als freie Eventplanerin oder freier Eventplaner.
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau oder zum Veranstaltungskaufmann mit IHK-Abschluss oder ein Bachelorstudium im Event-, Tourismus- oder Kulturmanagement mit sechs bis sieben Semestern. Quereinsteiger aus Hotellerie, Tourismus oder Marketing finden über Praxiserfahrung und Weiterbildungen wie den Fachwirt für Messe-, Tagungs- und Kongresswirtschaft in den Beruf.
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