Senior Data Quality Manager - Kundendaten (m/w/d)
Mit unseren Finanz- und Serviceleistungen wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden aus Gesundheitswesen, Sozial- und Bild...
Data Quality Manager sorgen dafür, dass Daten in Unternehmen vollständig, korrekt und konsistent sind. Sie legen Qualitätsregeln fest, überwachen Kennzahlen und klären mit Fachbereichen und IT, wo Fehler entstehen und wie sie behoben werden.
Die Kernarbeit – Prüfregeln schreiben, Auswertungen fahren, Fehlerursachen analysieren, dokumentieren und in Videokonferenzen abstimmen – lässt sich in vielen Stellen gut von zu Hause erledigen. In Banken und Versicherungen ist ein hybrides Modell mit etwa zwei bis drei Homeoffice-Tagen pro Woche verbreitet, oft nach einer Einarbeitung vor Ort; Stellen ganz von zu Hause sind dort eher die Ausnahme und eher bei Beratungen, Softwareanbietern oder Technologieunternehmen zu finden. Präsenz wird vor allem für Workshops mit Fachbereichen, Einarbeitung, Prüfungstermine und teils für Tätigkeiten mit besonders sensiblen Daten erwartet. Gearbeitet wird in der Regel nur mit gestellten Geräten über gesicherte Verbindungen, und die Vorgaben zu Datenschutz und Bankgeheimnis gelten zu Hause genauso, was einen ungestörten, nicht einsehbaren Arbeitsplatz voraussetzt. Weil der Beruf stark von Abstimmung lebt, gehören feste Erreichbarkeitszeiten und viele Termine zum Alltag, auch an Homeoffice-Tagen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.700 € | 5.500 € | 56.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.200 € | 6.100 € | 7.200 € | 73.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.500 € | 7.700 € | 9.500 € | 92.400 € |
In privaten Banken gilt der Tarifvertrag für das private Bankgewerbe, in Sparkassen der TVöD-Sparkassen, doch Data Quality Manager werden mit wachsender Erfahrung häufig außertariflich bezahlt. Am stärksten hängt das Gehalt von Branche und Unternehmensgröße ab: Großbanken, Versicherungen und Beratungen in Ballungsräumen zahlen deutlich mehr als kleinere Institute oder Mittelständler.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Data Quality Manager kümmern sich darum, dass die Daten eines Unternehmens für ihren Zweck taugen. In Banken sind das etwa Kunden- und Kontodaten, Sicherheiten, Risikopositionen oder Meldedaten für die Bankenaufsicht. Zur täglichen Arbeit gehört es, Prüfregeln zu definieren, zum Beispiel ob Pflichtfelder gefüllt, Werte plausibel und Angaben zwischen zwei Systemen gleich sind. Diese Regeln werden in Werkzeugen für Datenqualität oder per SQL umgesetzt, die Ergebnisse laufen in Dashboards und Berichten zusammen. Fallen Kennzahlen ab, beginnt die eigentliche Arbeit: Ursachen in Datenflüssen suchen, mit den zuständigen Fachabteilungen und der IT klären, ob ein Eingabefehler, eine fehlerhafte Schnittstelle oder eine unklare Definition dahintersteckt, und die Bereinigung nachverfolgen. Dazu kommen Dokumentation von Datendefinitionen in Glossaren und Datenkatalogen, die Abstimmung mit Data Ownern und Data Stewards sowie die Vorbereitung von Prüfungen durch interne Revision und Aufsicht. In Banken spielen Vorgaben wie BCBS 239, die MaRisk und DORA eine große Rolle, weil sie nachweisbare Datenqualität für Risiko- und Meldewesen verlangen.
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Die meisten kommen über ein Studium der Wirtschaftsinformatik, Informatik, Statistik, Mathematik oder Betriebswirtschaft mit Datenschwerpunkt. In Banken ist auch der Weg über eine Bankausbildung oder ein bankfachliches Studium verbreitet, ergänzt um Erfahrung im Meldewesen, Risikocontrolling oder in der Datenanalyse. Quereinsteiger aus der Business Intelligence, dem Reporting oder der Softwareentwicklung wechseln häufig nach einigen Jahren Berufserfahrung. Zertifikate etwa zum Data Management (CDMP nach DAMA) oder Schulungen zu gängigen Datenqualitätswerkzeugen sind gern gesehen, aber selten Pflicht.
Der Beruf verlangt Geduld und Hartnäckigkeit. Datenfehler haben oft Ursachen in anderen Abteilungen, auf die Data Quality Manager keinen direkten Zugriff haben; sie müssen überzeugen statt anweisen. Viel Zeit geht in Abstimmungsrunden, Abnahmen und Dokumentation, was manche als zäh empfinden. Vor Meldestichtagen, Jahresabschlüssen oder Aufsichtsprüfungen steigt der Termindruck deutlich, dann sind auch längere Tage üblich. Technisch sind sichere SQL-Kenntnisse und Verständnis für Datenbanken und Datenflüsse nötig, fachlich ein gutes Verständnis der Prozesse, deren Daten geprüft werden. Wer lieber programmiert oder analysiert als moderiert, stößt in dieser Rolle schnell an Grenzen.
Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Regulatorische Anforderungen, Datenplattformen in der Cloud und der Einsatz von KI-Modellen, die auf saubere Daten angewiesen sind, machen Datenqualität zu einer festen Aufgabe statt zu einem Projekt. Neben Banken und Versicherungen suchen Handel, Industrie, Energieversorger und Beratungen. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Data-Governance- oder Data-Management-Teams, in die Rolle eines Data Governance Managers oder Chief Data Officers oder in die Beratung. Wer technisch tiefer einsteigt, kann in Richtung Data Engineering wechseln.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium von drei bis fünf Jahren in Wirtschaftsinformatik, Informatik, Statistik oder Betriebswirtschaft. Danach folgen meist einige Jahre in Datenanalyse, Reporting oder Meldewesen, bevor die Rolle übernommen wird; in Banken führt auch eine dreijährige Bankausbildung mit späterer Spezialisierung dorthin.
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