Senior Consultant Informationssicherheit (m/w/d)
Allgeier Public zählt zu den führenden Full-Service-Providern für Digitalisierungsprojekte der öffentlichen Verwaltungen...
Consultants für Informationssicherheit beraten Unternehmen und Behörden dabei, ihre Informationen und IT-Systeme systematisch zu schützen. Sie bauen Managementsysteme nach ISO 27001 oder BSI IT-Grundschutz auf, bewerten Risiken und bereiten Organisationen auf Audits und gesetzliche Vorgaben vor.
Ein großer Teil der Arbeit, also Richtlinien schreiben, Risikoanalysen auswerten, Dokumentation prüfen und Abstimmungen per Videokonferenz führen, lässt sich von zu Hause erledigen. Anwesenheit verlangen vor allem Kick-off-Termine, Workshops mit Fachabteilungen, Begehungen von Rechenzentren und Standorten sowie Audits, die häufig vor Ort stattfinden. In Beratungshäusern der IT-Branche ist ein hybrides Modell verbreitet, bei dem überwiegend von zu Hause gearbeitet wird und phasenweise Kundentermine anstehen; ganz von zu Hause arbeitende Stellen gibt es, sie sind aber nicht die Regel. Bei Behördenprojekten oder Verschlusssachen ist Homeoffice oft eingeschränkt oder nur mit freigegebener Ausstattung möglich. Im Alltag bedeutet das einen abgeschlossenen Arbeitsplatz, an dem vertrauliche Kundenunterlagen nicht von Dritten eingesehen werden können, die Nutzung der vorgegebenen Geräte und VPN-Zugänge sowie die Bereitschaft, für Vor-Ort-Termine kurzfristig zu reisen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.700 € | 5.500 € | 56.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.300 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.000 € | 8.200 € | 10.000 € | 98.400 € |
In Beratungshäusern wird das Gehalt meist außertariflich verhandelt und hängt stark von Art und Größe des Arbeitgebers, anerkannten Zertifizierungen, Auditerfahrung und einer Sicherheitsüberprüfung ab; große Prüfungs- und Beratungsgesellschaften und Ballungsräume wie München oder Frankfurt zahlen oft mehr. Bei Behörden und öffentlichen IT-Dienstleistern gelten TVöD oder TV-L mit engerer Spanne und meist niedrigeren Spitzenwerten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Im Mittelpunkt steht die organisatorische Seite der Sicherheit, weniger die technische Abwehr einzelner Angriffe. Consultants analysieren, wo ein Unternehmen steht, etwa in einer Gap-Analyse gegen ISO 27001, den BSI IT-Grundschutz oder branchenspezifische Vorgaben wie TISAX in der Automobilindustrie oder DORA im Finanzsektor. Sie führen Risikoanalysen durch, schreiben Sicherheitsleitlinien, Richtlinien und Notfallkonzepte, definieren Rollen und Verantwortlichkeiten und begleiten den Aufbau eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS). Dazu kommen Workshops mit Fachabteilungen, Interviews mit Administratoren, Schulungen für Beschäftigte und die Vorbereitung auf Zertifizierungsaudits. Manche Consultants übernehmen als externe Informationssicherheitsbeauftragte dauerhaft diese Funktion für mehrere Kunden. Durch die NIS2-Umsetzung sind viele Unternehmen neu in der Pflicht, was die Arbeit stärker in Richtung Regulatorik verschiebt. Ein großer Teil des Alltags besteht aus Dokumentation, Abstimmung und dem Nachhalten offener Maßnahmen.
Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit oder eines verwandten Fachs. Quereinstieg ist verbreitet: Systemadministratoren, IT-Auditoren, Datenschutzfachleute oder Mitarbeitende aus Revision und Risikomanagement wechseln häufig nach einigen Berufsjahren in die Beratung. Eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachinformatiker mit Berufserfahrung kann ebenfalls reichen. Entscheidend sind in der Praxis Zertifizierungen wie ISO 27001 Lead Implementer oder Lead Auditor, BSI IT-Grundschutz-Praktiker, CISM oder CISSP. Viele Arbeitgeber finanzieren diese Nachweise nach dem Einstieg. Für Projekte bei Behörden oder in der kritischen Infrastruktur wird oft eine Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz verlangt.
Die Arbeit ist textlastig und kleinteilig. Wer lieber technische Probleme löst als Richtlinien formuliert und Verantwortliche an Fristen erinnert, ist hier oft unzufrieden. Gleichzeitig braucht es genug technisches Verständnis, um mit Administratoren auf Augenhöhe über Netzsegmentierung, Berechtigungen oder Backups zu sprechen. Gefragt sind Durchsetzungsvermögen und Geduld, denn Sicherheitsmaßnahmen stoßen in Fachabteilungen häufig auf Widerstand. Vor Audits und gesetzlichen Stichtagen entsteht deutlicher Termindruck. In Beratungshäusern kommen Auslastungsziele und Reisen zu Kunden hinzu, mitunter mit Übernachtungen. Die Regelwerke ändern sich laufend, regelmäßige Weiterbildung gehört deshalb fest zum Beruf.
Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. NIS2, DORA, der Cyber Resilience Act und steigende Anforderungen von Versicherungen und Geschäftspartnern zwingen zahlreiche Unternehmen, erstmals ein ISMS aufzubauen. Fachkräfte mit Auditerfahrung und anerkannten Zertifikaten sind knapp. Entwicklungswege führen zum Senior oder Principal Consultant, in die Projekt- oder Teamleitung, in die Rolle eines Chief Information Security Officer auf Unternehmensseite oder in die Selbstständigkeit als freiberuflicher Berater oder Auditor. Auch ein Wechsel in Zertifizierungsstellen oder zu Behörden ist möglich.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit von drei bis fünf Jahren, alternativ eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker mit anschließender Berufserfahrung. Viele steigen nach einigen Jahren in Administration, Revision oder Datenschutz quer ein und erwerben berufsbegleitend Zertifikate wie ISO 27001 Lead Auditor oder BSI IT-Grundschutz-Praktiker, die jeweils wenige Tage bis Wochen dauern.
Allgeier Public zählt zu den führenden Full-Service-Providern für Digitalisierungsprojekte der öffentlichen Verwaltungen...
operational services (OS) ist einer der führenden ICT Service Provider im deutschen Markt und gilt als Backbone der Digi...
Mit einem starken Fokus auf Gemeinschaft und individuelle Stärken bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für Banken und de...
Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.