Bauingenieur / Bautechniker - Ausschreibung / Vergabe (m/w/d)
Wir sind ein in Thüringen ansässiges und deutschlandweit tätiges Unternehmen mit über 40 Mitarbeitern und 70-jähriger Er...
Bauingenieure und Bautechniker planen, berechnen und überwachen Bauwerke vom Wohnhaus bis zur Brücke. Sie arbeiten in Planungsbüros, Baufirmen und Bauämtern, je nach Stelle überwiegend am Rechner oder überwiegend auf der Baustelle.
Ob sich Arbeit von zu Hause erledigen lässt, hängt in diesem Beruf vor allem vom Tätigkeitsfeld ab: Statische Berechnungen, CAD- und BIM-Planung, Leistungsverzeichnisse, Angebotsprüfung und Gutachtentexte lassen sich mit entsprechender Software und VPN-Zugang am heimischen Schreibtisch bearbeiten, Bauleitung, Bauüberwachung, Abnahmen, Ortstermine und Bestandsaufnahmen dagegen nur vor Ort. In Planungsbüros und in Teilen der Bauverwaltung ist Homeoffice an einzelnen Tagen pro Woche inzwischen in vielen Stellen üblich, häufig erst nach der Einarbeitung und mit festen Präsenztagen für Besprechungen und Abstimmung im Team; überwiegend von zu Hause arbeiten eher erfahrene Tragwerksplaner, Kalkulatoren oder Freiberufler. In der Bauleitung und bei Baufirmen ist Homeoffice die Ausnahme und beschränkt sich meist auf Schreibarbeit an einzelnen Tagen. Ganz von zu Hause ausgeübte Stellen gibt es, sie sind aber selten und betreffen fast immer reine Planungs- oder Rechenaufgaben. Für die Arbeit zu Hause braucht es einen leistungsfähigen Rechner, große Bildschirme, Lizenzen für Fachsoftware und eine stabile Verbindung für große Plandateien; Planunterlagen und Vertragsdaten von Bauherren sind vertraulich zu behandeln.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.600 € | 5.600 € | 55.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.800 € | 7.500 € | 69.600 € |
Das Gehalt hängt vor allem vom Abschluss ab: Bautechniker liegen meist im unteren Teil der Spannen, Ingenieure mit Master und Kammereintragung im oberen. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD beziehungsweise TV-L mit engen, festen Stufen, in Baufirmen der Tarifvertrag für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes, während Ingenieurbüros meist frei verhandeln und kleine Büros oft weniger zahlen als große Baukonzerne mit Projektleitungsverantwortung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Bauingenieure und Bautechniker planen, berechnen und begleiten Bauwerke: Wohn- und Bürogebäude, Industriehallen, Brücken, Straßen, Kanäle und Kläranlagen. In der Tragwerksplanung rechnen sie nach, ob Decken, Stützen und Fundamente die Lasten sicher abtragen, und erstellen statische Nachweise, Positions-, Schal- und Bewehrungspläne, meist mit CAD- und zunehmend mit BIM-Software. Ein großer Teil der Arbeit entfällt auf Ausschreibung und Vergabe: Mengen ermitteln, Leistungsverzeichnisse schreiben, Angebote prüfen und Preisspiegel aufstellen. In der Bauleitung und Bauüberwachung koordinieren sie die Gewerke vor Ort, kontrollieren Ausführung, Termine und Kosten, führen Bautagebücher, nehmen Leistungen ab und prüfen Abschlagsrechnungen. In Bauämtern und Straßenbauverwaltungen prüfen sie Bauanträge, betreuen öffentliche Bauvorhaben oder überwachen den Zustand von Brücken und Straßen. Bautechniker übernehmen ähnliche Aufgaben, oft mit Schwerpunkt auf Konstruktion, Kalkulation und der Bauleitung kleinerer Projekte; Standsicherheitsnachweise für anspruchsvolle Tragwerke und die Gesamtverantwortung bei großen Vorhaben liegen in der Regel bei Ingenieuren.
Der Weg zum Bauingenieur führt über ein Studium des Bauingenieurwesens: einen Bachelor mit sechs bis sieben Semestern an einer Hochschule oder Universität, häufig ergänzt durch einen Master mit drei bis vier Semestern. Duale Studiengänge in Kooperation mit Baufirmen sind verbreitet. Wer später Standsicherheitsnachweise eigenverantwortlich unterschreiben, bauvorlageberechtigt sein oder als Prüfingenieur arbeiten will, braucht je nach Bundesland zusätzliche Berufserfahrung und eine Eintragung bei der Ingenieurkammer. Bautechniker haben meist eine Ausbildung in einem Bauberuf, etwa als Maurer, Zimmerer oder Bauzeichner, sammeln Berufserfahrung und besuchen dann eine Fachschule für Technik, Fachrichtung Bautechnik. Quereinsteiger kommen vor allem aus verwandten Berufen wie Bauzeichnung, Architektur oder Vermessung.
Der Beruf verbindet technische Verantwortung mit Termin- und Kostendruck. Rechenfehler in der Statik oder Versäumnisse bei der Bauüberwachung können Schäden und Haftungsfragen nach sich ziehen; entsprechend sorgfältig muss gearbeitet und dokumentiert werden. Vor Abgabeterminen für Ausschreibungen und Pläne fallen regelmäßig Überstunden an. In der Bauleitung beginnt der Tag oft früh, die Arbeit findet bei jedem Wetter statt, und es gibt Fahrten zwischen mehreren Baustellen. Dazu kommen Auseinandersetzungen mit Bauherren, Nachunternehmern und Behörden über Mängel, Nachträge und Verzögerungen, die Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen verlangen. Normen, Regelwerke und Software ändern sich laufend, was ständige Weiterbildung bedeutet.
Die Nachfrage ist seit Jahren hoch, Ingenieurbüros, Baufirmen und vor allem öffentliche Verwaltungen suchen Personal. Gründe sind der Sanierungsbedarf bei Brücken, Straßen und Leitungsnetzen, der Umbau des Gebäudebestands im Zuge der Energiewende und der Ruhestand vieler Fachkräfte. Der Wohnungsneubau schwankt dagegen stark mit Zinsen und Konjunktur. Entwicklungswege führen in die Projektleitung, in die Leitung eines Fachbereichs oder Bauamts, in die Tätigkeit als Prüfingenieur oder Sachverständiger oder in die Selbstständigkeit mit eigenem Planungsbüro. Bautechniker können sich über ein berufsbegleitendes Studium zum Ingenieur weiterqualifizieren.
Bauingenieure studieren Bauingenieurwesen im Bachelor über sechs bis sieben Semester, oft gefolgt von einem Master mit drei bis vier Semestern. Bautechniker absolvieren nach einer abgeschlossenen Ausbildung in einem Bauberuf und Berufserfahrung die Fachschule für Technik, die in Vollzeit zwei Jahre und berufsbegleitend etwa vier Jahre dauert und mit dem Abschluss staatlich geprüfter Techniker endet.
Wir sind ein in Thüringen ansässiges und deutschlandweit tätiges Unternehmen mit über 40 Mitarbeitern und 70-jähriger Er...
Bauingenieur / Bautechniker (m/w/d) Arbeitgeber: WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH Berufsfeld: Ingenieur/in - Bau...
Architekten entwerfen und planen Gebäude, erstellen Bauanträge und Ausführungspläne, schreiben Bauleistungen aus und überwachen die Ausführung auf der Baustelle. Die Berufsbezeichnung ist geschützt und setzt die Eintragung in die Architektenliste einer Landesarchitektenkammer voraus.
Bauleiter planen, steuern und überwachen die Ausführung von Bauvorhaben vor Ort. Sie sind für Termine, Kosten, Qualität und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verantwortlich und koordinieren Firmen, Planer und Bauherren.
Bauzeichner erstellen nach Vorgaben von Architekten und Bauingenieuren technische Zeichnungen, Pläne und Modelle für Gebäude, Ingenieurbauwerke, Straßen oder Außenanlagen, heute fast ausschließlich am CAD-Arbeitsplatz. Sie berechnen Mengen und Massen, pflegen Planunterlagen und arbeiten zunehmend mit digitalen Gebäudemodellen (BIM).
Vermessungsingenieure erfassen Lage, Höhe und Form von Gelände, Gebäuden und Bauwerken, stecken Bauvorhaben ab und werten die Messdaten zu Plänen, Modellen und amtlichen Nachweisen aus. Sie arbeiten im Wechsel zwischen Außendienst mit Messgeräten und Auswertung am Rechner.
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