Außendienstmitarbeiter/in Wundmanagement (m/w/d)
Die LupiMed GmbH ist ein mittelgroßes Unternehmen im Bereich der Wundversorgung. Wir bieten spezialisierte Produkte und...
Außendienstmitarbeiter im Wundmanagement beraten Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste und Arztpraxen zu Verbandstoffen und Wundtherapien, schulen Pflegepersonal und betreuen ein festes Gebiet. Je nach Arbeitgeber stehen der Verkauf oder die Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden im Vordergrund.
Homeoffice bedeutet in diesem Beruf in aller Regel, dass der Arbeitsplatz zu Hause liegt und kein Firmenbüro in der Nähe existiert, nicht dass die Arbeit von zu Hause erledigt wird. Kundenbesuche, Produktschulungen, Wundvisiten bei Patienten und Termine in Kliniken verlangen Anwesenheit vor Ort und machen den größten Teil der Arbeitszeit aus. Von zu Hause lassen sich Tourenplanung, Terminvereinbarung, Besuchsberichte, Wunddokumentation, Angebotserstellung, Videokonferenzen mit dem Team und Online-Schulungen erledigen, in vielen Stellen an etwa einem Tag pro Woche oder in Randzeiten. Eine Tätigkeit ganz oder überwiegend von zu Hause ist die Ausnahme und kommt am ehesten im telefonischen Innendienst oder in der Fachberatung per Hotline vor, die dann aber ein anderes Berufsbild ist. Für den Alltag heißt das: ein ruhiger Arbeitsplatz für Schreibarbeit, Firmenlaptop und Diensthandy, ein Dienstwagen mit Lagerplatz für Muster und Material sowie ein sorgfältiger Umgang mit Gesundheits- und Patientendaten, die nicht offen herumliegen oder von Angehörigen eingesehen werden dürfen.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.600 € | 5.600 € | 55.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.500 € | 7.000 € | 66.000 € |
Einen Branchentarifvertrag gibt es nicht; Hersteller von Medizinprodukten zahlen in der Regel spürbar mehr als Homecare-Anbieter und Sanitätshäuser, und im Vertrieb kommen ein variabler Anteil von oft zehn bis dreißig Prozent sowie ein auch privat nutzbarer Dienstwagen hinzu, die in den Werten nicht enthalten sind. Ein Wundzertifikat und Erfahrung mit Klinikkunden oder hochpreisigen Therapiesystemen wie der Unterdrucktherapie heben das Gehalt am deutlichsten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Der Beruf hat zwei Ausprägungen. Bei Herstellern von Medizinprodukten steht der Vertrieb im Vordergrund: Außendienstmitarbeiter besuchen Stationen, Wundambulanzen, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Hausarztpraxen und Sanitätshäuser, stellen Wundauflagen, Kompressionsprodukte oder Unterdrucktherapiesysteme vor, führen Produkttests durch und verhandeln mit Einkaufsabteilungen und Apotheken. Bei Homecare-Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf der Versorgung: Wundexperten besuchen Patienten mit Ulcus cruris, diabetischem Fußsyndrom oder Dekubitus zu Hause oder im Heim, dokumentieren den Wundverlauf mit Fotos und Messungen, stimmen die Therapie mit dem behandelnden Arzt ab und organisieren die Lieferung der Materialien. In beiden Fällen gehören Schulungen für Pflegekräfte, Fortbildungsveranstaltungen, die Pflege von Kundendaten im CRM-System, Besuchsberichte und die Planung der Touren zum Alltag.
Der übliche Weg führt über eine Pflegeausbildung, etwa als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Altenpfleger, und einige Jahre Berufserfahrung. Hinzu kommt in den meisten Stellen eine Weiterbildung zum Wundexperten ICW oder eine vergleichbare Qualifikation; viele Arbeitgeber finanzieren sie nach der Einstellung. Wer Medizinprodukte vertreibt, muss als Medizinprodukteberater nach dem Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz sachkundig sein und vom Hersteller geschult werden. Quereinsteiger aus dem Pharma- oder Medizintechnikvertrieb ohne pflegerischen Hintergrund finden vor allem bei Herstellern Stellen, müssen sich das Fachwissen zur Wundversorgung aber gezielt aneignen. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch immer Voraussetzung.
Der Arbeitstag findet größtenteils im Auto und bei Kunden statt. Gebiete umfassen oft mehrere Landkreise oder ein ganzes Bundesland, Fahrzeiten von mehreren Stunden am Tag sind üblich, gelegentlich auch Übernachtungen bei Messen, Kongressen oder Schulungen. Im Vertrieb kommen Umsatzziele, ein variabler Gehaltsanteil und der Druck hinzu, Termine bei ausgelasteten Stationen und Praxen zu bekommen; Absagen und lange Wartezeiten gehören dazu. In der Patientenversorgung wird mit schwer heilenden, teils riechenden oder infizierten Wunden gearbeitet, oft bei alten, mehrfach erkrankten Menschen in belastenden häuslichen Situationen. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber an Werktagen, Schicht- und Wochenenddienste wie in der Klinik entfallen in der Regel. Dafür ist die Arbeit weitgehend selbst organisiert, was Disziplin bei Planung und Dokumentation verlangt.
Die Zahl der Menschen mit chronischen Wunden wächst mit dem Anteil älterer und an Diabetes erkrankter Menschen, und die Versorgung verlagert sich zunehmend aus der Klinik in die ambulante Pflege. Entsprechend suchen Hersteller und Homecare-Anbieter regelmäßig Personal mit pflegerischer Erfahrung und Wundzertifikat. Für Pflegekräfte ist der Beruf ein verbreiteter Weg aus dem Schichtdienst. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen als Key-Account-Manager für Klinikverbünde, in der Gebiets- oder Regionalleitung, im Produktmanagement, in der Medizinischen Fachberatung oder als Dozent in der Wundweiterbildung, etwa mit der Zusatzqualifikation Pflegetherapeut Wunde ICW.
Üblich ist eine dreijährige Pflegeausbildung mit Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann und anschließend mehrere Jahre Berufserfahrung. Die Weiterbildung zum Wundexperten ICW umfasst rund 56 Unterrichtseinheiten mit Hospitation und Abschlussprüfung und wird oft berufsbegleitend nach der Einstellung absolviert. Im Medizinproduktevertrieb kommt die Sachkenntnis als Medizinprodukteberater hinzu, die über die Ausbildung und eine Herstellerschulung nachgewiesen wird.
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