Lead Analytics Engineer (m/w/d)
Die Print & More GmbH ist Teil der CYAN Group. Das Unternehmen wurde im Jahr 1993 gegründet und hat seinen Hauptsitz in...
Analytics Engineers bauen und pflegen die Datenmodelle zwischen Rohdaten und Auswertung. Sie bereiten Daten aus Kassen-, Shop- oder Warenwirtschaftssystemen so auf, dass Fachabteilungen und Analysten verlässlich damit arbeiten können.
Die Kernarbeit – SQL schreiben, Modelle testen, Code prüfen, Dokumentation pflegen – findet am Rechner statt und lässt sich technisch gut von zu Hause erledigen, sofern ein sicherer Zugang zur Datenplattform eingerichtet ist. Anwesenheit wird vor allem für Workshops mit Fachabteilungen, Team-Planungen und die Einarbeitung erwartet. Im Beruf insgesamt ist hybrides Arbeiten verbreitet, häufig mit ein bis drei Präsenztagen pro Woche; Stellen, die ganz von zu Hause ausgeübt werden, gibt es vor allem bei Softwarefirmen, Start-ups und Beratungen, sie sind aber nicht die Regel. Bei großen Handelsunternehmen hängt der Umfang stark von der Unternehmensrichtlinie ab, und einige haben ihre Präsenzpflichten zuletzt wieder verschärft. Wer von zu Hause arbeitet, hat oft mit Kundendaten und Geschäftszahlen zu tun und muss die Vorgaben zu Datenschutz und Zugriffsrechten einhalten. Die Abstimmung läuft dann über Tickets, Pull-Requests und Videocalls, was klare schriftliche Kommunikation verlangt.
Das gilt für den Beruf insgesamt und nicht für jede Stelle. Ob ganz von zu Hause, überwiegend oder an einzelnen Tagen gearbeitet wird, steht in der jeweiligen Anzeige – darauf lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.600 € | 6.600 € | 67.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.000 € | 7.000 € | 8.500 € | 84.000 € |
Die Gehälter werden meist frei verhandelt; selbst in Handelsunternehmen mit Tarifvertrag des Einzel- oder Großhandels sind solche Stellen häufig außertariflich eingestuft. Am stärksten wirken Branche und Unternehmensgröße: Softwarefirmen, Banken und große Onlinehändler zahlen in der Regel mehr als mittelständische Händler, und Arbeitgeber in München, Frankfurt oder Hamburg liegen oft über dem Bundesschnitt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und gerundet. Sie gelten für eine Vollzeitstelle und für den Beruf insgesamt – im Büro wie von zu Hause. In Teilzeit verringert sich das Gehalt im Verhältnis der Stunden.
Das Jahresbrutto ist das 12-Fache des Monatswertes, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Einzelfall entscheiden Arbeitgeber, Tarifbindung, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Analytics Engineers arbeiten an der Schnittstelle zwischen Data Engineering und Datenanalyse. Data Engineers sorgen dafür, dass Rohdaten aus Quellsystemen in ein Data Warehouse gelangen. Analytics Engineers formen daraus saubere, dokumentierte und getestete Tabellen, mit denen Dashboards, Berichte und Analysen arbeiten. Im Handel geht es etwa um Abverkäufe je Filiale, Retourenquoten im Onlineshop, Lagerbestände oder Kundensegmente.
Der Alltag besteht zu einem großen Teil aus SQL. Transformationen werden in Werkzeugen wie dbt geschrieben, in Git versioniert, über Code-Reviews abgestimmt und mit automatisierten Tests abgesichert. Dazu kommen Gespräche mit Fachabteilungen: Was genau ist ein aktiver Kunde? Zählt eine Stornierung als Umsatz? Solche Definitionen festzulegen und einheitlich umzusetzen, ist ein Kern der Arbeit. Hinzu kommen Fehlersuche, wenn Zahlen in zwei Berichten nicht übereinstimmen, die Pflege der Dokumentation und gelegentlich der Aufbau von Dashboards in Tools wie Power BI, Tableau oder Looker.
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über ein Studium in Informatik, Wirtschaftsinformatik, Statistik, Mathematik oder Wirtschaftswissenschaften mit quantitativem Schwerpunkt. Häufig ist der Beruf ein zweiter Schritt: Datenanalysten, BI-Entwickler oder Controller, die tiefer in die Datenmodellierung einsteigen, wechseln in diese Rolle. Auch eine Ausbildung als Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse ist ein möglicher Einstieg. Quereinsteiger ohne Studium haben Chancen, wenn sie sichere SQL-Kenntnisse und eigene Projekte vorweisen können. Zertifikate von Anbietern wie dbt Labs, Snowflake oder den großen Cloud-Plattformen helfen bei der Bewerbung, ersetzen aber keine Praxis.
Die Arbeit verlangt Genauigkeit über lange Strecken. Ein falsch gesetzter Join kann Umsatzzahlen verdoppeln, und solche Fehler fallen oft erst auf, wenn die Geschäftsführung nachfragt. Die Verantwortung für Kennzahlen, auf deren Grundlage Einkauf, Preise oder Personalplanung entschieden werden, kann belasten. Im Handel entsteht Termindruck rund um Saisongeschäft, Aktionswochen oder Monatsabschlüsse. Die Arbeitszeiten sind meist regulär, Bereitschaftsdienste sind seltener als im Data Engineering, aber nicht ausgeschlossen, wenn nächtliche Datenläufe fehlschlagen.
Schwer fällt vielen der Spagat zwischen Technik und Fachseite: Anforderungen sind oft unklar, Abteilungen definieren dieselbe Kennzahl unterschiedlich, und es braucht Geduld, das auszuhandeln. Werkzeuge und Plattformen ändern sich schnell, ständiges Weiterlernen gehört dazu.
Die Bezeichnung ist jung und hat sich erst in den letzten Jahren in Stellenanzeigen durchgesetzt, die Tätigkeit selbst ist gefragt. Handel, E-Commerce, Banken, Versicherungen und Softwarefirmen bauen ihre Datenplattformen aus und brauchen Leute, die Daten nutzbar machen. Die Nachfrage schwankt mit der Konjunktur in der Tech-Branche; in Phasen von Sparrunden werden Datenteams auch verkleinert. Entwicklungswege führen zum Senior oder Lead Analytics Engineer, in die Datenarchitektur, ins Data Engineering oder in die Leitung eines Daten- oder BI-Teams. Wer die Fachseite gut kennt, kann auch in Rollen wie Data Product Manager wechseln.
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik, Wirtschaftsinformatik, Statistik oder einem verwandten Fach, das drei bis fünf Jahre dauert. Viele wechseln nach einigen Jahren als Datenanalyst oder BI-Entwickler in die Rolle. Alternativ führt die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse mit anschließender Berufspraxis in den Beruf.
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Data Engineers bauen und betreuen die technischen Systeme, mit denen Daten aus verschiedenen Quellen gesammelt, bereinigt, gespeichert und für Auswertungen bereitgestellt werden. Ihre Arbeit ist die Grundlage für Berichte, Dashboards und datengestützte Anwendungen.
Data Scientists werten große Datenmengen mit statistischen Verfahren und maschinellem Lernen aus, bauen Vorhersagemodelle und machen die Ergebnisse für Entscheidungen in Unternehmen nutzbar.
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